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Ausschlag von Silvester-Sex-Übergriffen in Köln, bei denen Männer „arabischer Herkunft“ beschuldigt werden

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BERLIN, Deutschland - Die Bundesregierung verurteilte am Dienstag Dutzende anscheinend koordinierter sexueller Übergriffe gegen Frauen am Silvesterabend in der Weststadt Köln, die arabischen Männern vorgeworfen, aber gewarnt wurden

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BERLIN, Deutschland - Die Bundesregierung verurteilte am Dienstag Dutzende anscheinend koordinierter sexueller Übergriffe gegen Frauen am Silvesterabend in der westlichen Stadt Köln, die arabischen Männern vorgeworfen wurden, warnte jedoch vor einem Sündenbock gegen Migranten.

Justizminister Heiko Mass forderte eine gründliche Untersuchung des Anschlags von Angriffen, der von Tappen bis zu mindestens einer gemeldeten Vergewaltigung reichte und angeblich während der Feierlichkeiten zum Jahresende am Hauptbahnhof der Stadt in einer großen Menge von Nachtschwärmern begangen wurde.

"Dies stellt eine neue Dimension der Kriminalität dar, mit der wir uns auseinandersetzen müssen", sagte er gegenüber Reportern und fügte hinzu, dass die Angriffe "koordiniert" zu sein schienen.

"Die Behörden arbeiten intensiv daran, festzustellen, wer dahinter steckt."

Auf die Frage eines Journalisten, ob die Angreifer Flüchtlinge gewesen sein könnten, sagte Maas, die Polizei arbeite immer noch daran, sie zu identifizieren.

"Hier geht es nicht darum, woher jemand kommt, sondern darum, was er getan hat", sagte er.

„Ein Problem daraus zu machen und es mit dem Flüchtlingsproblem zusammenzufassen, ist nichts anderes als Ausbeutung. Jetzt ist es an der Zeit, die Fakten zu ermitteln und dann über die notwendigen Konsequenzen zu entscheiden. “

Die Kölner Polizei gab an, bis Dienstag 90 Strafanzeigen erhalten zu haben, und zitierte Zeugen mit den Worten, Gruppen von 20 bis 30 jungen Männern, die „arabischer Herkunft zu sein schienen“, hätten Opfer umzingelt, angegriffen und in mehreren Fällen ausgeraubt.

"Wir gehen davon aus, dass sich mehr Leute melden werden", sagte ein Polizeisprecher gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur DPA.

Innenminister Thomas de Maiziere sagte, er sei auch von den "verabscheuungswürdigen" Angriffen fassungslos.

"Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass Flüchtlinge jeglicher Herkunft, die unseren Schutz vor Verfolgung suchen, allgemein verdächtigt werden."

Die Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker berief am Dienstag ein Krisentreffen mit Politikern und Polizei ein, nachdem der Fall landesweite Schlagzeilen gemacht hatte.

Mitte Oktober wurde Reker bei einem Angriff offenbar wegen ihrer einladenden Haltung gegenüber Flüchtlingen in den Hals gestochen.

Deutschland hat 2015 rund eine Million Asylsuchende aufgenommen, die meisten von ihnen flohen aus dem vom Krieg zerstörten Syrien.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer im Fernsehen übertragenen Neujahrsansprache die Deutschen dazu gebracht, die Neuankömmlinge trotz zunehmender Kritik weiterhin willkommen zu heißen und Rechtspopulisten abzulehnen, die die Stimmung gegen Migranten ankurbeln.

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Chefredakteurin ist Linda Hohnholz.