Roms berühmtes Casino dell'Aurora geht in den Auktionsblock

Roms Casino dell'Aurora geht in den Auktionsblock
Casino dell’Aurora

Die 2,800 Quadratmeter (30,000 Quadratfuß) Casino di Villa Boncompagni Ludovisi, auch bekannt als Villa Aurora, in der Nähe Rom's Via Veneto, geht heute bei der „Auktion des Jahrhunderts“ unter.

Casino dell’Aurora – Heimat des weltweit einzigen von Caravaggio gemalten Deckengemäldes mit einem geschätzten Wert von 471 Millionen Euro (540 Millionen US-Dollar) ist eines der teuersten Häuser, die jemals auf den Markt gebracht wurden.

Ein Großteil seines Wertes wird den Wandmalereien der italienischen Barockmaler Caravaggio und Guercino sowie anderen Kulturgütern zugeschrieben.

Mehrere Räume sind mit Fresken von Guercino geschmückt, darunter einer mit Aurora, der römischen Göttin der Morgenröte. Der Name des Gebäudes stammt von diesem Werk, da es die Hauptempfangshalle schmückt.

Das wertvollste Gut der Villa ist Caravaggios Wandgemälde, das Jupiter, Neptun und Pluto darstellt. Es stammt aus dem Jahr 1597 und wurde 1968 wiederentdeckt. Es ist das einzige bekannte Deckengemälde des berühmten Künstlers. Allein dieser wird auf geschätzte 310 Millionen Euro geschätzt.

Neben wertvollen Fresken Casino dell’Aurora hat im Laufe der Jahrhunderte eine Geschichte berühmter Besucher, wie den amerikanisch-britischen Autor Henry James und den russischen Komponisten Pjotr ​​Tschaikowski.

Das Casino dell'Aurora wurde 1570 erbaut und gehört seit Anfang des 1600. Jahrhunderts der Familie Ludovisi. Nach dem Tod seines letzten Besitzers, Prinz Nicolo Boncompagni Ludovisi, im Jahr 2018 wurde es Gegenstand eines langwierigen Erbstreits zwischen drei Söhnen aus seiner ersten Ehe und seiner dritten Frau, der in Amerika geborenen Prinzessin Rita Jenrette Boncompagni Ludovisi. Letzterer hat den größten Teil der letzten 20 Jahre damit verbracht, das Anwesen zu renovieren.

Die Gerichte entschieden schließlich, dass die Immobilie versteigert werden sollte. Wer die Villa erwirbt, der ist durch geschützt Italienisch Kulturerbegesetze weitere 11 Millionen Euro für die Restaurierung aufwenden müssen.

Das Startgebot für das Grundstück liegt bei 353 Millionen Euro (fast 401 Millionen US-Dollar).

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