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Deutsche Reisewarnungen für Tansania, Seychellen, Mauritius und Namibia angefochten

Deutsche Reisewarnungen für Tansania, Seychellen, Mauritius und Namibia angefochten
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Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

In Deutschland haben zwei auf Reisen nach Afrika spezialisierte Reiseveranstalter beim Berliner Verwaltungsgericht Klage wegen einstweiliger Verfügung eingereicht, um die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Tansania, die Seychellen, Mauritius und Namibia aufzuheben. Sie waren unbegründet. Die Reisewarnung für Tansania deutet fälschlicherweise darauf hin, dass ein akutes Risiko für Leib und Leben besteht, sagen die Organisatoren

Die Reiseveranstalter Elangeni African Adventures aus Bad Homburg und Akwaba Afrika aus Leipzig haben am 12. Juni ihre Klage eingereicht. Laut einer Pressemitteilung sind sie somit repräsentativ für eine große Anzahl von Fernreiseveranstaltern. Akwaba Afrika und Elangeni African Adventures sind Teil einer Interessengemeinschaft verschiedener afrikanischer Reiseveranstalter aus ganz Deutschland, die mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gegründet wurde.

Kein sicherheitsrelevanter Grund

Tansania, Seychellen, Mauritius und Namibia sind entweder bereits für Touristen geöffnet oder haben Pläne für eine baldige Eröffnung angekündigt. Nach Angaben der Initiatoren ist die Infektionshäufigkeit in diesen Ländern erheblich geringer als in vielen europäischen Ländern, während gleichzeitig strenge Hygiene- und Eindämmungsmaßnahmen getroffen werden. Daher gibt es „keine objektive sicherheitsrelevante Rechtfertigung für eine Reisewarnung“.

„Tourismus ist Naturschutz“, sagt Heike van Staden, Inhaberin von Elangeni African Adventures. Ohne Einnahmen aus dem Tourismus wären viele afrikanische Länder nicht in der Lage, ihre Ranger zu bezahlen, um die unvergleichliche natürliche Vielfalt Afrikas zu bewahren. Seit dem Ausbruch der Korona und der daraus resultierenden Abwesenheit von Touristen hat die Wilderei in vielen afrikanischen Ländern massiv zugenommen.

Reisewarnung zerstört den Lebensunterhalt

David Heidler, Geschäftsführer von Akwaba Afrika, betont die wirtschaftlichen Auswirkungen der Reisewarnung: „Die Beibehaltung der weltweiten Reisewarnung zerstört den Lebensunterhalt in Deutschland und den Reisezielen. Unternehmer in Afrika würden durch den Verlust einer ganzen Reisesaison ruiniert. In Ländern ohne staatliche Hilfe oder angemessene soziale Systeme trifft die Krise die Mitarbeiter von Hotels und anderen Tourismusdienstleistern am härtesten.

Obwohl Tansania wieder für Touristen geöffnet und zahlreiche Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen ergriffen hat, deutet die globale Reisewarnung den Verbrauchern darauf hin, dass ein „akutes Risiko für Leib und Leben“ besteht. Eine große Anzahl von Buchungen wird ersatzlos storniert und die Reisewarnung bedeutet, dass die Auftragsbücher nicht mit den ansonsten zahlreichen deutschen Touristen gefüllt werden können. „Serengeti darf nicht sterben, forderte einst der Tierfilmer Bernhard Grzimek schon vor 61 Jahren - heute liegt es an der Bundesregierung selbst“, sagt Heidler.

Ein Sprecher des African Tourism Board fordert nachdrücklich auf, die Richtlinien der Reiseziele, der Weltgesundheitsorganisation und die Vorschläge der WTTC Safe Travels Initiative zu befolgen. Afrikanische Tourismusbehörde hals eigene Initiative genannt Projekt Hoffnung zur Unterstützung der COVID-19-Situation.

#wiederaufbaureisen

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Über den Autor

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.