Nach der Katastrophe des Boeing 787 Dreamliners von Air India in Ahmedabad hat die indische Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA) drei Schlüsselmitarbeiter von Air India, die für die Flugplanung zuständig sind, zum Rücktritt aufgefordert. Grund dafür seien „systematische und grobe Verstöße gegen die Arbeitszeitvorschriften für Piloten“.
Die DGCA gab bekannt, dass sie Fälle aufgedeckt habe, in denen Air India-Piloten Überstunden machten, Besatzungen ohne gültige Lizenzen gebildet wurden und Ruhezeiten zwischen den Schichten schlicht ignoriert wurden. All dies seien keine Einzelfälle, so die Aufsichtsbehörde, sondern das Ergebnis eines völligen Mangels an Kontrolle und interner Disziplin.
Die Inspektion erfolgte nicht zufällig. Sie begann nach der Tragödie vom 12. Juni – dem Absturz eines Air India Dreamliners nahe Ahmedabad. Nach dem Vorfall beschloss die DGCA, die Einhaltung der Sicherheitsstandards bei allen großen Fluggesellschaften des Landes zu verschärfen.
Air India wurde angewiesen, alle Probleme unverzüglich zu beheben. Die Fluggesellschaft hat sieben bis zehn Tage Zeit, der DGCA einen vollständigen Bericht über die Ergebnisse der außerplanmäßigen Inspektion vorzulegen. Und das ist erst der Anfang: Die Inspektoren kündigten an, dass das Unternehmen mit Sanktionen rechnen muss, wenn die Ergebnisse unbefriedigend sind.
„Die festgestellten Verstöße gefährden nicht nur die Gesundheit der Piloten, sondern auch die Sicherheit der Passagiere. Wir können nicht länger die Augen davor verschließen“, erklärte die DGCA in einer Erklärung.
Die Entscheidung der DGCA ist ein Signal an die gesamte indische Zivilluftfahrtbranche: Fahrlässigkeit und Regelverstöße bleiben nicht ungestraft und eine neue Phase der Reform der indischen Zivilluftfahrt beginnt jetzt.



