Berichten zufolge hat die nationale Tourismusbehörde Nordkoreas internationalen Reisenden den Besuch eines neu eröffneten Strandresorts verboten.
Der weitläufige Badeort an der Ostküste des abgeschiedenen Landes, eine bevorzugte Initiative des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, wurde Anfang des Monats unter großem Medieninteresse in den staatlichen Medien für einheimische Besucher geöffnet.
Die von den südkoreanischen Medien als „Nordkoreas Waikiki“ bezeichnete Wonsan-Kalma Coastal Tourist Zone kann mit ihren Hochhaushotels und Wasserparks Berichten zufolge rund 20,000 Besucher beherbergen.
Die nordkoreanischen Staatsmedien hatten zuvor angekündigt, dass in den kommenden Monaten Besuche von aus Russland organisierten Reisegruppen in Wonsan zu erwarten seien.
Allerdings gab die Nationale Tourismusbehörde Nordkoreas in einer diese Woche auf ihrer offiziellen Website veröffentlichten Erklärung bekannt, dass „ausländische Touristen vorübergehend nicht akzeptiert werden“, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen.
Laut Analysten äußerte Kim in seinen ersten Jahren an der Macht großes Interesse an der Stärkung des nordkoreanischen Tourismussektors und legte dabei besonderen Wert auf die Feriengebiete an der Küste.
Vor der Eröffnung des Strandresorts sagte er, dass die Errichtung des Geländes als „einer der größten Erfolge dieses Jahres“ in Erinnerung bleiben werde und dass Nordkorea „so schnell wie möglich“ weitere große Touristengebiete erschließen werde.
Im vergangenen Jahr erlaubte Nordkorea russischen Touristen erstmals seit Beginn der Pandemie die Einreise, und im Februar dieses Jahres kehrten westliche Reiseveranstalter für kurze Zeit zurück.
Das Vereinigungsministerium von Seoul merkte jedoch an, dass es aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Flügen davon ausgehe, dass der internationale Tourismus in dem neuen Resort „wahrscheinlich in begrenztem Umfang bleiben“ werde.
Russland hat jedoch seine Absicht erklärt, zweiwöchentliche Flüge zwischen Moskau und Pjöngjang einzurichten.



Hinterlasse einen Kommentar