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Europas neue Tourismusstrategie zielt darauf ab, Reisende über die Hotspots hinaus zu verteilen.

Europa
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Die EU-Abgeordneten haben eine neue Tourismusstrategie verabschiedet, die dem Übertourismus entgegenwirken soll, indem Besucher auf weniger bekannte Reiseziele verteilt werden. Der Plan konzentriert sich auf nachhaltiges Reisen, verbesserte Verkehrsanbindungen und strengere Vorschriften für Kurzzeitvermietungen und unterstützt gleichzeitig lokale Gemeinschaften und fördert die wirtschaftlichen Chancen in touristisch wenig erschlossenen Regionen Europas.

Brüssel, Belgien – Die Europäische Union steuert auf einen grundlegenden Wandel in der Tourismuspolitik zu, da die Gesetzgeber eine neue Strategie vorantreiben, um den Übertourismus zu bekämpfen, nachhaltiges Reisen zu fördern und Besucher auf weniger bekannte Reiseziele in ganz Europa umzulenken.

Der Ausschuss für Verkehr und Tourismus (TRAN) des Europäischen Parlaments hat den Vorschlag am 18. März 2026 angenommen. 33 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen, vier EnthaltungenDer Plan geht nun zur endgültigen Abstimmung im Parlament, die voraussichtlich im April stattfinden wird.


Übertourismus in Europa: 80 % der Reisenden konzentrieren sich auf 10 % der Reiseziele

EU-Abgeordnete hoben den Übertourismus als wachsende Krise hervor und stellten fest, dass 80 % der Reisenden weltweit besuchen nur 10 % der Reiseziele..

Beliebte Reiseziele wie Venedig, Santorin und Barcelona stehen weiterhin vor folgenden Herausforderungen:

  • Überfüllung
  • Umweltzerstörung
  • Belastung der lokalen Infrastruktur
  • Steigende Wohnkosten

Um dem entgegenzuwirken, zielt die EU-Tourismusstrategie darauf ab, Umverteilung der Tourismusströme zu:

  • Ländliche Regionen
  • Bergziele
  • Neu entstehende und abgelegene Standorte

Nachhaltiger und Nischentourismus als Wachstumsmotor

Der Vorschlag betont Nachhaltiger Tourismus in Europa durch die Förderung von Nischenreiseerlebnissen, die ganzjährig Besucher anlocken können.

Zu den wichtigsten Sektoren gehören:

  • Gastronomie und Weintourismus
  • Biertourismus
  • Kulturerbe-Tourismus
  • Fahrradtourismus
  • Regenerativer Tourismus

Diese Segmente werden voraussichtlich saisonalen Druck reduzieren und neue Einnahmequellen für wenig besuchte Regionen zu schaffen.


Verbesserte Verkehrsverbindungen in ganz Europa

Ein zentraler Pfeiler der EU-Tourismusstrategie ist bessere Verkehrsinfrastruktur um Reisen abseits der großen Touristenzentren zu unterstützen.

Die Abgeordneten fordern:

  • Erweiterung von Europäische Nachtzüge
  • Stronger Verbindungen per Flugzeug, Bahn und Schiff
  • Ein einheitliches EU-integriertes Ticketsystem
  • Investieren in Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

Eine verbesserte Vernetzung wird es Touristen erleichtern, alternative Reiseziele zu erkunden und die Überlastung überfüllter Städte zu verringern.


EU-Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen

Im Rahmen der EU-Tourismusreform werden auch Kurzzeitvermietungsplattformen wie Airbnb überprüft.

Neue EU-Regeln treten in Kraft am May 20, 2026 werden als erster Schritt angesehen, aber die Gesetzgeber wollen strengere Maßnahmen.

Die vorgeschlagenen Regelungen umfassen Folgendes:

  • Begrenzung der Mietnächte pro Objekt
  • Klare Klassifizierung der Wirte
  • Zoneneinteilungs- und Genehmigungssysteme

Das Ziel ist, Wohnraumverfügbarkeit schützen, lokale Gemeinschaften erhalten und das Destinationsmanagement verbessern.


Tourismussteuern und Arbeitskräftemangel

Die EU prüft ebenfalls Tourismusabgaben als Finanzierungsinstrument für nachhaltige Entwicklung.

Diese Steuern könnten helfen:

  • Verbesserung der touristischen Infrastruktur
  • Schutz des Natur- und Kulturerbes
  • Unterstützen Sie lokale Gemeinschaften

Um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen, schlugen die Gesetzgeber Folgendes vor: Europäische Tourismuskompetenzkarte, wodurch es den Arbeitnehmern ermöglicht wird:

  • Nachweisbare Qualifikationen und Berufserfahrung
  • Einfacher innerhalb der EU-Länder reisen
  • Kritische Personallücken im Tourismus schließen

Kulturerbe und Gemeindetourismus

Die Strategie unterstreicht die Rolle von Kulturschaffende und lokale Gemeinschaften zur Erhaltung der globalen Attraktivität Europas für den Tourismus.

Die Europäische Kommission wird dringend aufgefordert:

  • Unterstützung kulturelle Freiwilligenprogramme
  • Bemühungen zur Erhaltung des kulturellen Erbes verstärken
  • Stärkere Einbindung der Gemeinschaft in den Tourismus

EU-Tourismusbranche: Wirtschaftliche Auswirkungen

Der Tourismus bleibt eine wichtige Säule der europäischen Wirtschaft:

  • 10.5 % des EU-BIP
  • 12.3 Millionen Arbeitsplätze gefördert

Angesichts der weiter wachsenden Nachfrage im Tourismus steht die EU unter zunehmendem Druck, ein Gleichgewicht zu finden. Wirtschaftswachstum mit Nachhaltigkeit und Lebensqualität für die Bewohner.


Was passiert als Nächstes?

Der Vorschlag ist noch nicht rechtskräftig und bedarf der Zustimmung des gesamten Europäischen Parlaments.

Sollte es angenommen werden, wird es die bevorstehende Politik der Europäischen Kommission prägen. EU-Strategie für nachhaltigen Tourismusund damit die Richtung für die Tourismuspolitik in ganz Europa vorgibt.


Wichtigste Erkenntnisse: EU-Tourismusstrategie 2026

  • Bekämpft den Übertourismus in Europa
  • Förderung von nachhaltigem und Nischentourismus
  • Verbessert die Verkehrsanbindung
  • Reguliert Kurzzeitvermietungen
  • Führt Tourismussteuern und Arbeitsmarktlösungen ein
  • Unterstützt das kulturelle Erbe und die lokalen Gemeinschaften

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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