Jüngsten Branchendaten zufolge hatten die Proteste gegen den Tourismus in europäischen Urlaubshochburgen wie Barcelona und Teneriffa so gut wie keine Auswirkungen auf die Buchungen kurzfristiger Mietobjekte.
Die Belegungsraten bleiben in diesem Sommer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Barcelona (+1.9 %), Mallorca (-2 %) und Athen (+2.1 %) relativ stabil.
Auf Teneriffa, wo Aktivisten im vergangenen Jahr einen Hungerstreik gegen den Bau neuer Touristenunterkünfte veranstalteten, ist die Auslastung im Sommer um 12.7 Prozent gestiegen.
Dieses Jahr warnten Demonstranten auf den Kanarischen Inseln Urlauber davor, eine „energischere, direktere und unbequemere“ Strategie zu verfolgen.
Trotz der Einführung strenger Beschränkungen für kurzfristige Mieten zur Bewältigung der Wohnungskrise in Städten wie Amsterdam und Venedig bleibt die Frage der Erschwinglichkeit weiterhin ein großes Problem.
In Venedig beispielsweise ist die durchschnittliche Monatsmiete für Wohnimmobilien in weniger als vier Jahren um 30.9 % gestiegen, von 11.32 € pro Quadratmeter (10.7639 Quadratfuß) im August 2021 auf 14.82 € pro Quadratmeter im März 2025.
Unterdessen wurde Amsterdam, wo seit fast einem Jahrzehnt strenge Beschränkungen für kurzfristige Mieten gelten, im Jahr 2024 als die teuerste Stadt Europas für Wohnungsmieten eingestuft.

Gleichzeitig ist die Auslastung stark zurückgegangen. In Amsterdam sank die Sommerauslastung im Vergleich zum Vorjahr um 12.8 % und in Venedig um 8.1 %. Dennoch zeigen die traditionellen Mieten keine Anzeichen einer Verlangsamung ihres Wachstums.
Im Gegensatz dazu florieren Kreta und andere einladendere Inselziele. Die Auslastung auf Kreta im Sommer ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel (21.8 %) gestiegen.
Preislich gab es in allen analysierten Reisezielen einen Anstieg der Raten, in Amsterdam und Kreta war der Anstieg jedoch minimal.
In Barcelona und Mallorca stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent, in Athen und Teneriffa sogar um über 11 Prozent.
Während es an diesen Orten zu Protesten kommt, konzentrieren sich die Betreiber und die Tourismuspolitik offenbar darauf, Besucher mit höherem Einkommen anzulocken, um die lokalen Interessengruppen zu besänftigen. Dies zeigt sich daran, dass die Durchschnittspreise deutlich über der Inflationsrate liegen.



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