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Geopolitische Auswirkungen auf die MICE-Branche, Verbände und die Widerstandsfähigkeit des Tourismus

Haag
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Resilienz für die MICE-Branche: A Das Whitepaper von The Hague & Partners Convention Bureau und ESAE beschreibt die Sektoren Bedarf einer strategischen Reaktion in vier kritischen Bereichen: Veranstaltungen, DEI, Cybersicherheit und Innovation.

In den Niederlanden veröffentlichte das The Hague & Partners Convention Bureau in Zusammenarbeit mit der European Society of Association Executives (ESAE) das fertige Whitepaper zur Resilienz von Verbänden..

„Im Gegensatz zu früheren Studien erfasst dieses Dokument einen Sektor an einem strategischen Scheideweg, an dem die Widerstandsfähigkeit durch geopolitische Veränderungen durch Maßnahmen in vier Schlüsselbereichen neu definiert wird: Veranstaltungsdurchführung, digitale Sicherheit, Vielfalt und Inklusion sowie Innovation“, sagte Bas Schot, Leiter des The Hague & Partners Convention Bureau.

Basierend auf qualitativen Erkenntnissen und einer weltweiten Umfrage unter 99 Verbandsführern zeigt sich, dass 85 % der Organisationen bereits Störungen aufgrund geopolitischer Instabilität erlebt haben und 88 % mit weiteren Herausforderungen rechnen.

„Es geht nicht nur um Risiken, sondern um einen strategischen Wandel, der in allen Verbänden weltweit notwendig ist“, so Schot weiter. „Von der Neugestaltung der Veranstaltungsorte bis hin zur Führung der Vorstände entwickeln Verbände neue Modelle operativer und ethischer Resilienz. Unsere Ergebnisse zeigen, dass dieser Wandel integriert, werteorientiert und komplexitätsorientiert sein muss. Destinationen wie Den Haag spielen dabei eine klare Rolle – nicht nur als Gastgeber, sondern auch als strategische Partner.“

Vier wichtige Bereiche, die berücksichtigt werden müssen

  • Events in Kürze: Einst logistisches Unterfangen, sind Veranstaltungen heute zutiefst politische Entscheidungen. 26 % der Befragten berichteten von negativen Auswirkungen geopolitischer Instabilität auf ihre Veranstaltungsplanung, während 28 % ihre Veranstaltungen an politisch stabilere Orte verlegt haben. Risikobewertungen, hybride Modelle und eine werteorientierte Standortwahl werden zum Standard.
  • DEI (Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion): DEI ist alles andere als ein weiches Thema, sondern hat sich zu einem wichtigen Schwerpunkt entwickelt. Über 60 % der Befragten bewerteten DEI als „sehr wichtig“ für die interne Stabilität, doch fast 17 % sehen es immer noch als zweitrangig an. Anti-DEI-Gesetze und -Stimmungen beeinflussen aktiv Standortwahl, Partnerschaften und die Kommunikation.
  • Onlinesicherheit: Mit der Digitalisierung werden Verbände zu gefährdeten Zielen. 81 % der Befragten äußerten sich besorgt über Cyberbedrohungen, 23 % gaben jedoch an, überhaupt keinen formellen Cybersicherheitsschutz zu haben. Nur 15 % verfügen über eine Cyberversicherung, was eine kritische Vorsorgelücke aufzeigt.
  • Innovation: Trotz Budgetdruck gewinnt Innovation an Bedeutung. 72 % der Befragten gaben an, alternative Finanzierungsmöglichkeiten und Einnahmequellen seien entscheidend, während 71 % mehr organisatorische Flexibilität befürworteten. Während 57 % in die digitale Transformation investieren, verfügen nur 22 % über eine formale Innovationsstrategie. Dies unterstreicht sowohl den Ehrgeiz als auch die Zwänge.

Strategische Lücken und ein Handlungsaufruf

Während sich einige Verbände rasant entwickeln, sind andere aufgrund ihrer Komplexität oder Kapazität weiterhin eingeschränkt. Nur 13 % fühlen sich trotz des weit verbreiteten Risikobewusstseins gut auf die geopolitische Lage vorbereitet.

„Diese Studie zeigt, dass die Führung von Verbänden heute strukturell, strategisch und mutig sein muss“, sagte Ioannis Pallas, Geschäftsführer der ESAE. „Von Cybersicherheit und DEI bis hin zu Finanzierung und Interessenvertretung müssen sich unsere Mitglieder nicht auf die Ausnahme, sondern auf die neue Normalität vorbereiten. Dieses Dokument bietet praktische Anleitungen für eine klare, glaubwürdige und gemeinschaftsorientierte Führung.“

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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