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Hochschwarzwald als „nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet

Hochschwarzwald als „nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet
Hochschwarzwald als „nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet
Geschrieben von Max Haberstroh

Allen Widrigkeiten zum Trotz freuen sich die Besucher über Annehmlichkeiten wie E-Carsharing, E-Biken und die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

Der Hochschwarzwald wurde erneut als „nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet, ein Erkennungszeichen, das die Region rund um den Feldberg (2016 m) und den Titisee seit 1493 kontinuierlich für ihre Umweltbemühungen belohnt. Das Land Baden-Württemberg hat mit einem alle drei Jahre umfassenden Audit ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Zertifizierungssystem für Destinationen geschaffen. Und das Ergebnis ist natürlich eine bemerkenswerte Win-Win-Situation für Besucher, Gastgeber und Natur.

Allen Widrigkeiten zum Trotz freuen sich die Besucher über Annehmlichkeiten wie E-Carsharing, E-Biken und die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Während Design-Appartements namens „Kuckucksnester“ das Gefühl vermitteln, zu einem authentisch regionalen Wohnkomfort aufgewertet zu werden, gibt es „Kuckucksstuben“ – Restaurants mit bäuerlicher Kulinarik, die nach ausgiebigen Wanderungen oder Radtouren den Appetit stillen, und – so weit So weit der Gedanke in der gegenwärtigen Sommerhitze auch scheinen mag – die Beleuchtung auf dem prestigeträchtigen Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht wird wie andere Veranstaltungen mit erneuerbarer Energie betrieben – solarbetrieben oder mit Wind, Wasser, Holz und Biogas.  

Natürlich ist der Tourismusverband Hochschwarzwald als regionaler Reiseveranstalter stolz darauf, dass es ihm gelungen ist, das Engagement zahlreicher Partner für ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung zu mobilisieren. Dabei spielt die branchenübergreifende Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle: Der Tourismusverband wird entsprechend von der Gastronomie und Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, dem öffentlichen Verkehr und der Politik unterstützt. Herr Thorsten Rudolph, der unermüdliche Vorstandsvorsitzende des Vorstandes, fordert konkrete Schritte zur Eindämmung des Klimawandels, den Verkauf regionaler Produkte und die Sensibilisierung von Besuchern und Gastgebern – Anforderungen, deren Wert gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen sowie großer ökologischer und sozialer nicht hoch genug eingeschätzt werden kann Herausforderungen.

In einem kürzlichen Interview mit Max Haberstroh, e-TN-Autor, verriet Thorsten Rudolph, dass er und sein Team sich der Zeichen der Zeitumstellung bewusst geworden sind – und wie sie glauben, Herausforderungen jetzt und in absehbarer Zukunft am besten zu begegnen.

  1. eTN: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen von COVID-19, in Bezug auf die Tourismusentwicklung, die Mitarbeiter – und wie sieht es mit präventiven Maßnahmen gegen einen erneuten Ausbruch der Pandemie aus?

Thorsten Rudolf: Wir hatten schwere Mängel, Kurzarbeit, teilweises Homeoffice, eingeschränkte Mobilität – aber keine COVID-Infektion. Es war schwierig, die Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu halten. Ich freue mich aber sagen zu können, dass wir die Gehaltszahlungen aufrechterhalten konnten, also keine Entlassungen, keine Kündigungen. — In den Spitzenmonaten der Pandemie haben wir uns fast vollständig auf den Inlandstourismus verlassen, dazu einige Besucher aus den Nachbarländern, fast keine Ausländer. — Mit einer reduzierten Pandemiegefahr hat sich dies jedoch geändert: Ausländer kommen Schritt für Schritt zurück, nur Besucher aus Asien fehlen noch. Wir denken, dass wir nächstes Jahr das Vor-Covid-Niveau erreicht haben werden, insbesondere im Hinblick auf unsere Bemühungen, die Dienstleistungen unter kritischen Bedingungen zu verbessern. Lockdowns sind zwar nicht in Sicht, aber andere Unwägbarkeiten wie Inflation, Ukrainekrieg, Fachkräftemangel – vier bis sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen! Aus- und Weiterbildung ist überlebenswichtig!

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  • eTN: Hat COVID-19 Auswirkungen auf die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Leitbild/Vision und Strategie, operatives Geschäft, Mobilität und Aspekte der Globalisierung vs. lokale Entwicklung?

Thorsten Rudolf: Wir haben unsere Nachhaltigkeitshaltung, unsere unternehmerischen Grundsätze oder unser Leitbild nicht geändert, insbesondere nicht unseren Fokus auf Authentizität. Unsere Dienstleistungen sind real, und unsere Teams agieren praxisnah, bodenständig und absolut keine Avatare! — Natürlich arbeiten wir unter globalisierten Bedingungen, Mobilität goes e wie elektrische und umweltfreundliche Antriebe angrenzend (Shuttlebusse fahren e-betrieben), und die Digitalisierung hilft viel bei maßgeschneiderten Lösungen für Lieferanten, für Internet und Homeoffice. Tatsächlich ist schnelles Internet vor allem in ländlichen Gebieten von entscheidender Bedeutung.

  •  eTN: Wie sieht es mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges und seinen Folgen auf den Tourismus im Hochschwarzwald, auf Flüchtlinge und deren Beschäftigung und Integration aus?

Thorsten Rudolf: Es gibt keinen großen Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine, und Touristen aus Russland wurden vermisst. Aber wir brauchen immer mehr Fachkräfte aus dem Ausland, wie der Schweiz, Österreich, Frankreich und warum nicht Osteuropa? — Natürlich aus der Ukraine! 

  • eTN: Haben Sie eine veränderte Prioritätensetzung oder gar Mentalität gegenüber Reisenden bei der Reiseplanung und -durchführung festgestellt?

Thorsten Rudolf: Ja, es gibt Auswirkungen durch gefühlte und tatsächliche Einschränkungen: Es herrscht eine gewisse Sorglosigkeit, Tugenden wie Verantwortlichkeit und Ernsthaftigkeit scheinen zu verblassen – zu Lasten der Servicequalität und mit Auswirkungen auf Sicherheit und öffentliche Sauberkeit! Deshalb haben wir sogenannte „Reinigungstage“ auf die interne Tourismusmarketing- und Werbeagenda gesetzt. Natürlich vermisse ich die frühere Bescheidenheit der meisten Reisenden, die ist weg! Die Menschen sind weniger geduldig und gereizter, sogar anmaßender geworden.

  • eTN: Haben Sie beispielsweise Maßnahmen gegen „Overtourism“ oder verfeinerte Methoden der Besucheransprache ergriffen?

Thorsten Rudolf: Overtourism beschränkt sich hier in der Regel auf Tagesbesucher, Übernachtungstourismus ist nicht betroffen. Tagesbesucher sind Durchreisende. Gemeinsam mit Naherholungssuchenden kompensieren sie einen Massentourismus, den wir nicht mögen. Die Idee, eine Eintrittsgebühr zu verlangen, erscheint verlockend, da Besucher sowohl Infrastruktur als auch Naturerbe genießen. Beispiele gibt es in Venedig und den USA — Außerdem werden wir uns verstärkt darauf konzentrieren, die Art von Besuchern anzusprechen, die wir wirklich willkommen heißen wollen, anstatt allumfassende Botschaften zu verbreiten.

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Max Haberstroh

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