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Ryanair könnte wegen Trumps Zöllen 330 Bestellungen der Boeing 737 Max stornieren

Ryanair könnte wegen Trumps Zöllen 330 Bestellungen der Boeing 737 Max stornieren
Geschrieben von Harry Johnson

Ryanair hat heute bei Boeing 330 Flugzeuge des Typs 737 MAX bestellt, deren Gesamtlistenpreis 30 Milliarden US-Dollar übersteigt.

Der irische Billigflieger Ryanair hat vor einer möglichen Stornierung der Bestellung von über dreihundert Boeing 737 MAX-Jets gewarnt. Grund dafür seien die von der Trump-Regierung verhängten Zölle, die die Flugzeugpreise drastisch erhöht hätten.

Bis heute hat die Fluggesellschaft bei Boeing 330 Flugzeuge des Typs 737 MAX bestellt, deren Gesamtlistenpreis 30 Milliarden US-Dollar übersteigt.

Berichten zufolge prüft Ryanair derzeit Kaufoptionen für Flugzeuge bei alternativen Anbietern, darunter der Commercial Aircraft Corporation of China, Ltd. (COMAC), einem staatlichen chinesischen Luft- und Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Shanghai.

Da COMAC jedoch noch immer auf die Zertifizierung in Europa wartet und Boeings Hauptkonkurrent Airbus angibt, für den Rest des Jahrzehnts ausgebucht zu sein, könnte Ryanair bei der Umsetzung seiner Drohung auf Schwierigkeiten stoßen.

Dennoch stellt die neue Drohung eine drastische Verschärfung der Warnung vom April dar. Damals hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary angekündigt, die Fluggesellschaft werde die Auslieferung von US-Flugzeugen verschieben. Im März erklärte er, Boeing-Führungskräfte hätten vertraulich zugesichert, dass die Flugzeuge von Trumps Zöllen ausgenommen würden.

Branchenkreisen zufolge enthalten die Verträge von Boeing und Airbus keine Zollklauseln, da die Branche in der Vergangenheit ohne solche gearbeitet hat. Zölle werden erst dann fällig, wenn das Eigentum an dem Flugzeug auf die kaufende Fluggesellschaft übergeht und der Vertrag abgeschlossen ist.

Die meisten Flugzeugkaufverträge enthalten eine Klausel, die jede Partei zur Übernahme ihrer eigenen Steuerpflichten verpflichtet, ohne dass Zölle explizit erwähnt werden. Viele Luft- und Raumfahrtunternehmen überdenken jedoch Berichten zufolge die Vertragsformulierungen für künftige Transaktionen, da sie davon ausgehen, dass die Handelsunsicherheiten noch länger anhalten werden.

Die jüngste Warnung der größten Billigfluggesellschaft Europas, die zugleich einer der Hauptkunden von Boeing ist, ist der jüngste Hinweis auf eine mögliche Umstrukturierung der globalen Luft- und Raumfahrtbranche, sollte es Trump nicht gelingen, der Branche Ausnahmen von den von ihm vorgeschlagenen Zöllen zu gewähren.

Über die Autorin

Harry Johnson

Harry Johnson ist Auftragsredakteur für eTurboNews Seit über 20 Jahren. Er lebt in Honolulu, Hawaii, und stammt ursprünglich aus Europa. Er schreibt und berichtet gerne über Nachrichten.

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