Thailands Premierminister Paetongtarn Shinawatra gab heute bekannt, dass das Königreich seine Grenzkontrollen zum benachbarten Kambodscha verstärken werde, um der „grenzüberschreitenden Kriminalität“ entgegenzuwirken.
Nach einem hochrangigen Regierungstreffen sagte Paetongtarn, dass Beschränkungen für den grenzüberschreitenden Verkehr sowohl für Fahrzeuge als auch für Fußgänger eingeführt würden, darunter auch eine Verkürzung der Öffnungszeiten der Kontrollpunkte.
Der Premierminister erklärte, dass Grenzübergänge in sieben Provinzen entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze auf unbedingt notwendige Reisen, etwa für Studenten, Patienten und notwendige Güter, beschränkt würden.
Der Premierminister kündigte an, dass Thailand den Export von Gütern, insbesondere von Treibstoff und Strom, einstellen werde, die illegale Operationen über die Grenze ermöglichen, und dass man erwäge, Treibstofflieferungen nach Kambodscha einzustellen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie für kriminelle Aktivitäten verwendet werden.
Internetdienste und Unterwasser-Internetkabel, die mit den Regierungs- und Militärbüros Kambodschas verbunden sind, würden ebenfalls deaktiviert, fügte sie hinzu.
Als Reaktion auf Paetongtarns Ankündigung kündigte das thailändische Militär eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an den Grenzübergängen zu Kambodscha an und erlaubte nur noch unbedingt notwendige und humanitäre Reisen.

Thailands jüngste Beschränkungen werden vor dem Hintergrund der eskalierenden Spannungen an der Grenze zu Kambodscha eingeführt. Zuvor war es am 28. Mai in einer umstrittenen Grenzregion zu einem kurzen Schusswechsel zwischen Soldaten beider Länder gekommen, bei dem ein kambodschanischer Soldat ums Leben kam.
Kambodscha hat ab Sonntag Mitternacht die Einfuhr sämtlicher Treibstoffe und Gase aus Thailand verboten.
„Ab Mitternacht (Sonntag) werden alle Kraftstoff- und Gasimporte aus Thailand gestoppt. Kraftstoffversorgungsunternehmen in Kambodscha können ausreichend aus anderen Quellen importieren, um den inländischen Kraftstoff- und Gasbedarf des Landes zu decken“, schrieb Kambodschas Premierminister Hun Manet gestern in einem Beitrag auf seinen offiziellen Social-Media-Plattformen.
Auch Kambodscha forderte seine Bürger auf, von Reisen nach Thailand abzusehen.



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