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Thailand wird dringend aufgefordert, seine Tourismusstrategie zu überdenken und ein unabhängiges Gremium einzurichten, um in Asien wettbewerbsfähig zu bleiben.

Thailändischer Tourismus: 50 Millionen Besucher bis 2028, wenn Frieden herrscht
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Thailand sollte eine ambitioniertere, produktorientierte Tourismusstrategie verfolgen und eine unabhängige Tourismusbehörde gründen, um Großinvestitionen anzuziehen und seinen Status als eines der weltweit führenden Reiseziele zu erhalten. Dies fordert Kevin Clayton, Chief Brand Officer für Thailand bei der Galaxy Entertainment Group, in einem kürzlich erschienenen Artikel. zuerst veröffentlicht in der Bangkok Post.

Herr Clayton erklärte, Thailands weltweiter Ruf für Gastfreundschaft, kulturellen Reichtum, Küche und Naturschönheit sei nach wie vor stark. Da jedoch ein starker Anstieg des Tourismus im asiatisch-pazifischen Raum erwartet werde – vor allem getrieben durch das Wachstum der Mittelschicht in China und Indien –, werde die Region zunehmend wettbewerbsintensiver.

„Thailand muss definieren, welche Position es in der zukünftigen Tourismuslandschaft einnehmen will“, bemerkte Herr Clayton.

Zunehmender Wettbewerb und langsamere Erholung

Das Land sah sich in den letzten Jahren mit Gegenwind konfrontiert, darunter zunehmender Wettbewerb und anhaltende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Touristen und Betrug. Die Zahl der ausländischen Besucher wird im Jahr 2024 voraussichtlich etwa 33 Millionen erreichen und damit immer noch deutlich unter dem Rekordwert von 39.9 Millionen Besuchern im Jahr 2019 liegen.

Unterdessen investieren regionale Konkurrenten massiv in künstlich geschaffene Tourismusprodukte. Vietnam treibt die Tourismusentwicklung in seinen Großstädten voran, und Singapur hat sein globales Profil in den letzten zwei Jahrzehnten durch Großattraktionen wie Marina Bay Sands, Resorts World Sentosa und Gardens by the Bay grundlegend verändert.

Laut Herrn Clayton wird Thailand ähnliche „Aushängeschilder“ benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und kaufkräftige Reisende anzusprechen. Dazu könnten große Unterhaltungskomplexe, Kulturviertel und möglicherweise integrierte Resorts mit Spielkasinos gehören – wobei letztere jedoch sensible Maßnahmen erfordern würden. öffentliche Debatte.

„Es gibt Raum für künstliche Attraktionen in Thailand, vorausgesetzt, sie unterstreichen das, was das Reiseziel bereits einzigartig macht“, sagte er.

Ambitionierte Ziele

Herr Clayton forderte die Regierung auf, ehrgeizigere Tourismusziele zu verfolgen, darunter 45 Millionen internationale Besucher bis 2030 und 60 Millionen bis 2035. Um diese Ziele zu erreichen, müsse Thailand den Tourismus als wettbewerbsfähigen Wirtschaftszweig behandeln und entsprechend investieren, sagte er.

Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Thailands Bestrebungen hin zu einem „hochwertigen Tourismus“ ohne entsprechende Investitionen in hochwertige Produkte und Erlebnisse nicht erfolgreich sein werden.

Forderung nach einem unabhängigen Tourismusverband

Zur Förderung der langfristigen Entwicklung schlug Herr Clayton die Einrichtung eines unabhängigen Tourismusbeirats vor, der neue Produkte, Infrastruktur- und Technologieinitiativen bewerten soll. Der Beirat sollte Vertreter der thailändischen Tourismusbehörde, von Fluggesellschaften und Tourismusverbänden umfassen und mit staatlicher Unterstützung, aber ohne übermäßigen politischen Einfluss, agieren.

Thailand wird in den kommenden Jahren Milliarden von Dollar an privaten und ausländischen Investitionen benötigen, sagte er. Ein einheitliches Gremium würde die Entscheidungsfindung beschleunigen und Investoren eine klarere Orientierung bieten, wodurch Thailand sich an internationalen Best Practices im Tourismusmanagement orientieren könnte.

Thailands globale Attraktivität erhalten

Analysten sagen, die Empfehlungen verdeutlichen einen kritischen Moment für Thailand, das seinen bekannten natürlichen und kulturellen Reiz mit den modernen Tourismuserwartungen in Einklang bringen muss, die von groß angelegten Unterhaltungsangeboten, Sicherheitsgarantien und digitalen Erlebnissen geprägt sind.

„Der Tourismus ist nach wie vor einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren Thailands“, sagte Herr Clayton. „Um jedoch auf einem sich rasant verändernden globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Land mutig denken, strategisch agieren und in die nächste Generation von Attraktionen investieren.“

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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