Gewählte Amtsträger zum Schutz Amerikas
Der Nationale Führungsrat zum Schutz Amerikas (National Leadership Council of Protecting America) ist ein Zusammenschluss von politischen Entscheidungsträgern, Veteranen und zivilgesellschaftlichen Führungskräften, die sich für den Schutz demokratischer Institutionen, die Stabilität der Umwelt und die nationale Sicherheit einsetzen. Eng verbunden mit Gewählte Amtsträger zum Schutz Amerikas Der Rat betrachtet Klimawandel, Energieabhängigkeit und Regierungsführung als miteinander verbundene Bedrohungen.
Eine zentrale Botschaft dieses Führungsnetzwerks ist eindeutig: Branchen mit globaler Reichweite – insbesondere Reise und Tourismus – können angesichts zunehmender geopolitischer Instabilität und des Klimawandels nicht länger neutral bleiben.
Tourismus: Ein stiller Riese in der globalen Geopolitik
Der Tourismus zählt weltweit zu den größten Wirtschaftszweigen und trägt jährlich Billionen von Dollar zum Bruttoinlandsprodukt bei. Er sichert Hunderte Millionen Arbeitsplätze. Allein in den Vereinigten Staaten ist er ein Eckpfeiler regionaler Wirtschaften – vom Gastgewerbe in Nevada bis hin zu den Nationalparks des Landes.
Laut Alex Cornell du Houx von EOPA hat die Branche jedoch weitgehend geschwiegen, obwohl sie tief in folgende Angelegenheiten verstrickt ist:
- Energiemärkte
- Auswirkungen auf das Klima
- Internationaler Konflikt
- Infrastrukturschwachstellen
Dieses Schweigen, so argumentiert sie, sei von Angst getrieben – Angst vor politischen Gegenreaktionen, wirtschaftlichen Verwerfungen oder regulatorischen Konsequenzen. Die Position von Protecting America ist jedoch eindeutig: Schweigen ist nicht mehr tragbar.
Fossile Brennstoffe, Präsidialverordnungen und systemisches Risiko
Im Zentrum der Problematik steht die US-Energiepolitik, die durch präsidiale Erlasse geprägt wird. Zwar können Präsidenten Erlasse erlassen, doch benötigen viele davon die Zustimmung des Kongresses, um mit den verfassungsmäßigen Kontrollmechanismen im Einklang zu stehen. Wenn der Kongress nicht handelt, entstehen Risiken für die Regierungsführung.
Eine solche Politikänderung – die den Ausbau der Produktion fossiler Brennstoffe begünstigt – hat weitreichende Konsequenzen:
- Erhöhte Treibhausgasemissionen
- Stärkere Abhängigkeit von volatilen globalen Ölmärkten
- Erhöhte geopolitische Spannungen
Wie Pat Spearman, ein pensionierter Oberstleutnant der US-Armee und EOPA-Führer, betont:
Militärische Interventionen im Zusammenhang mit den Interessen der fossilen Brennstoffindustrie haben langfristige Konsequenzen – nicht nur in Bezug auf die menschlichen Kosten, sondern auch auf die globale Instabilität.

Die Straße von Hormuz: Ein Engpass für Tourismus und Handel
Die Verwundbarkeit der globalen Energiesysteme wurde während der Spannungen um den Iran und die Straße von Hormus deutlich – einer Wasserstraße, durch die etwa 20 % des weltweiten Öl- und LNG-Verkehrs fließen.
Folgende Störungen wurden ausgelöst:
- Starke Erhöhungen der Kraftstoffpreise
- Steigende Flugkosten
- Reduzierte Reisenachfrage
- Wirtschaftliche Folgeeffekte in tourismusabhängigen Regionen
Für Fluggesellschaften, Kreuzfahrtunternehmen und Hotelbetriebe zählen die Treibstoffkosten zu den größten Betriebsausgaben. Steigen die Ölpreise, geht der Tourismus zurück.
Klimawandel als „Bedrohungsverstärker“
Das Konzept des Klimawandels als Bedrohungsmultiplikator ist sowohl für die Verteidigungs- als auch für die Politikgemeinschaft von zentraler Bedeutung. Es verschärft bestehende Risiken:
- Hitzewellen, die die Reisemöglichkeiten einschränken (z. B. über 100 Tage lang Temperaturen über 100 °F in Las Vegas).
- Waldbrände, die Reiseziele betreffen
- Überschwemmungen beschädigen Infrastruktur
- Gesundheitliche Risiken schrecken Reisende ab
Von 1999 bis 2023 wurden in den USA mehr als 21,000 Todesfälle mit Hitze in Verbindung gebracht. Diese Auswirkungen treffen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen überproportional stark – verändern aber auch die Tourismusmuster weltweit.
Reiseziele, die einst als sicher galten, werden saisonabhängig oder sogar unsicher.
Wirtschaftlicher Druck auf Haushalte und Reisenachfrage
Steigende Kosten für fossile Brennstoffe wirken sich auf den Alltag aus:
- Höhere Flug- und Transportkosten
- Erhöhte Hotelbetriebskosten
- Reduzierte freiwillige Ausgaben für Reisen
In Nevada erreichten die durchschnittlichen Strom- und Heizkosten pro Haushalt im Jahr 2025 fast 700 US-Dollar pro Monat – ein Beispiel dafür, wie die Energiekosten sowohl die Einwohner als auch die Beschäftigten im Tourismus belasten.
Wenn die Konsumenten ihre Ausgaben reduzieren, ist der Tourismus einer der ersten Sektoren, der davon betroffen ist.
Die versteckten Kosten der Ölsicherheit
Eine Analyse von Securing America's Future Energy aus dem Jahr 2018 schätzte, dass das US-Militär jährlich etwa 81 Milliarden Dollar für den Schutz der globalen Ölversorgung ausgibt.
Dies hat zwei wichtige Konsequenzen:
- Wirtschaftliche Verzerrung – faktisch Subventionierung fossiler Brennstoffe
- Sicherheitsbelastung – Verknüpfung der Militärstrategie mit dem Energiezugang
Für den Tourismus bedeutet dies indirekte Risiken:
- Konfliktzonen
- Reisehinweise
- Wahrnehmung globaler Instabilität
Saubere Energie als Tourismusstrategie
EOPA und Protecting America argumentieren, dass saubere Energie nicht nur eine ökologische Lösung darstellt, sondern auch eine Tourismusstrategie.
Die Vorteile umfassen:
- Stabile Energiepreise
- Reduziertes geopolitisches Risiko
- Gesündere Umgebungen für Reisende
- Schaffung von Arbeitsplätzen in den Zielgemeinden
Erneuerbare Energien sind in vielen Regionen mittlerweile die günstigste Energieform und bieten einen Weg zu wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit und Klimastabilität.
Nationale Task Force für Klimanotstand und Energiesicherheit
Um diese miteinander verknüpften Herausforderungen anzugehen, hat die EOPA – in Zusammenarbeit mit dem US-Energieministerium – eine nationale Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich auf Folgendes konzentriert:
- Umsetzung des Inflationsbekämpfungsgesetzes
- Unterstützung der Justice40-Gemeinschaften
- Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 43 %
- Mobilisierung öffentlich-privater Partnerschaften
Diese Initiative verdeutlicht eine wichtige Lücke: Vielen lokalen Regierungen und Interessengruppen fehlen die Ressourcen, um auf verfügbare Fördermittel und Programme zuzugreifen.
Warum Tourismusverantwortliche jetzt sprechen müssen
Die Reise- und Tourismusbranche befindet sich an einem entscheidenden Schnittpunkt:
- Es hängt von stabilen Klimabedingungen ab.
- Es reagiert empfindlich auf geopolitische Erschütterungen.
- Es ist eng mit Energiesystemen verknüpft.
Doch die Führungsriege hat eine öffentliche Auseinandersetzung mit diesen Themen weitgehend vermieden.
Die Position Amerikas muss eindeutig geschützt werden:
Es steht zu viel auf dem Spiel – demokratische Integrität, globale Stabilität und wirtschaftliches Überleben –, um zu schweigen.
Fazit: Vom Zuschauer zum Beteiligten
Der Tourismus ist nicht nur eine Freizeitbranche – er ist ein Barometer für globale Stabilität.
Von Ölengpässen wie der Straße von Hormuz bis hin zu Hitzewellen in wichtigen Reisezielen – die Kräfte, die das Reisen heute prägen, sind dieselben Kräfte, die auch die Geopolitik und die Demokratie prägen.
Der National Leadership Council und EOPA fordern einen Kurswechsel:
- Vom Schweigen zum Engagement
- Von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie
- Von kurzfristigen Gewinnen zu langfristiger Widerstandsfähigkeit
Für eine Branche, die auf Bewegung, Vernetzung und globalem Austausch basiert, ist die Botschaft klar:
Die Zukunft des Tourismus hängt davon ab, dass wir uns mit den Kräften auseinandersetzen, die die Welt umgestalten – und sie nicht ignorieren.



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