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Hyatts All-Inclusive-Resort-Boom: Warum karibische Mega-Hotels den Tourismus in Cancún, Jamaika und Punta Cana verändern

Hyatt
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Hyatt baut sein Portfolio an All-inclusive-Resorts in der Karibik rasant aus, darunter das neu angekündigte Hyatt Ziva mit 650 Zimmern in Punta Cana. Dieser Schritt unterstreicht den Trend hin zu Mega-Resorts in der Branche und verschärft den Wettbewerb mit Marriott und Hilton. Gleichzeitig wirft er Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des All-inclusive-Tourismus auf lokale Restaurants und kleine Unternehmen in den jeweiligen Destinationen auf.

Als die Hyatt Hotels Corporation Pläne zum Bau ankündigte Hyatt Ziva Punta CanaBei der Ankündigung des neuen, familienfreundlichen All-inclusive-Resorts mit 650 Zimmern in der Dominikanischen Republik handelte es sich um mehr als nur ein weiteres Hotelprojekt in der Karibik. Es markierte den jüngsten Meilenstein in einem strategischen Wandel, der Hyatt – und die globale Hotelbranche – im letzten Jahrzehnt grundlegend verändert hat.

Das in Chicago ansässige Unternehmen setzt stark auf das All-inclusive-Resort-Modell und baut ein Portfolio auf, das sich mittlerweile über Mexiko, Jamaika, die Dominikanische Republik, Costa Rica und Europa erstreckt. Die Strategie zielt darauf ab, einen wachsenden Anteil am globalen Freizeitreisemarkt zu erobern – bringt Hyatt aber auch in direkten Wettbewerb mit Branchenriesen wie Marriott International und Hilton Worldwide.

Hinter den Baukränen und Strandprojekten verbirgt sich ein tieferer Wettbewerb der Konzerne: ein Wettlauf um die Vorherrschaft in den profitabelsten Segmenten des Freizeittourismus und die damit einhergehende Neugestaltung des Ausgabeverhaltens von Touristen in Ferienorten.

Der Aufstieg von Mega-Resorts verändert die Tourismuswirtschaft von Cancún bis Jamaika – und wirft neue Fragen darüber auf, ob die lokalen Gemeinschaften tatsächlich von diesem Boom profitieren.


Hyatts strategische Neuausrichtung hin zu All-Inclusive-Resorts

Hyatt war lange Zeit vor allem für seine luxuriösen Stadthotels und Unterkünfte für Geschäftsreisende bekannt. Doch Anfang der 2020er-Jahre begann sich diese Strategie zu ändern, als das Unternehmen einen mutigen Schritt in den Ferientourismus wagte.

Der Wendepunkt kam mit Hyatts 2021 Übernahme der Apple Leisure GroupHyatt, ein großer Reiseveranstalter mit Marken wie Secrets, Dreams, Breathless und Zoëtry, übernahm die Übernahme. Durch den Deal erweiterte Hyatt seine Präsenz im All-inclusive-Sektor schlagartig und erhielt Zugang zu einem globalen Vertriebsnetz für Pauschalreisen und Reisebüros.

Heute ist Hyatt's Inklusive Sammlung Umfasst mehr als 100 Resorts weltweit und wächst kontinuierlich durch Partnerschaften und Übernahmen.

Die Strategie zeigt bereits erste Erfolge.

Hyatt berichtete, dass seine All-inclusive-Hotels eines der stärksten Wachstums im gesamten Portfolio des Unternehmens verzeichneten, wobei das Segment ein beachtliches Wachstum erlebte. 8.6 Prozent Umsatzwachstum pro verfügbarem Zimmer im Jahr 2025.

Auch Luxushotels und Resorts trugen zum Gesamtumsatz bei, der einen Wert von [Betrag einfügen] erreichte. 1.79 Milliarden US-Dollar in einem der letzten Quartale, mit starken Zuwächsen bei der Freizeitnachfrage.

Doch bei Hyatts Expansion geht es nicht einfach nur um den Bau weiterer Resorts. Sie ist Teil einer umfassenderen Unternehmenstransformation, die darauf abzielt, die Rentabilität zu steigern und gleichzeitig das finanzielle Risiko zu reduzieren.


Die „Asset-Light“-Strategie, die das Gastgewerbe neu gestaltet

Ein Schlüsselelement des Geschäftsmodells von Hyatt ist das, was Branchenanalysten als … bezeichnen. Asset-Light-Strategie.

Anstatt die meisten Hotels selbst zu besitzen, konzentriert sich Hyatt auf die Verwaltung oder das Franchising von Immobilien, die sich im Besitz von Bauträgern und Investmentgruppen befinden. Das Unternehmen vereinnahmt Managementgebühren und Markenlizenzgebühren und vermeidet gleichzeitig die hohen Kapitalkosten, die mit dem Immobilienbesitz verbunden sind.

Die Strategie hat sich in den letzten Jahren dramatisch beschleunigt.

Hyatt hat Hotelimmobilien im Wert von Milliarden Dollar verkauft und die Erlöse in Markenentwicklung, Akquisitionen und Technologie reinvestiert. Bis 2027 erwartet das Unternehmen … rund 90 Prozent der Erträge sollen aus kapitalarmen Geschäftstätigkeiten stammen.Laut Unternehmensunterlagen.

Dieser Wandel bringt mehrere Vorteile mit sich.

Erstens ermöglicht es Hyatt, schneller in neue Destinationen zu expandieren, ohne Kapital in Grundstücke und Gebäude zu binden. Zweitens bietet es stabile Einnahmen durch langfristige Managementverträge, die Jahrzehnte laufen können.

Das Modell spiegelt auch einen breiteren Branchentrend wider.

Große Hotelgruppen – darunter Marriott, Hilton und die InterContinental Hotels Group – setzen zunehmend auf Asset-Light-Strukturen, da diese eine schnellere globale Expansion und höhere Kapitalrenditen ermöglichen.


Hyatt vs. Marriott vs. Hilton: Wettbewerbsstrategien

Trotz ähnlicher Geschäftsmodelle verfolgen die drei größten amerikanischen Hotelkonzerne im Wettlauf um die globale Vorherrschaft im Reisesektor unterschiedliche Strategien.

Marriott: Größe und Markenstärke

Mit mehr als 9,000 Hotels und rund 30 Marken weltweitMarriott ist nach wie vor das größte Hotelunternehmen der Welt.

Die Strategie von Marriott konzentriert sich auf Größe. Durch Akquisitionen wie Starwood Hotels im Jahr 2016 baute Marriott ein riesiges Portfolio auf, das Luxus-, Premium- und Budgetsegmente umfasst.

Das Loyalitätsprogramm des Unternehmens, Marriott Bonvoyist auf fast 260 Millionen MitgliederDadurch verfügt Marriott über eine der leistungsstärksten Kundendatenbanken der Reisebranche. Allerdings kommen nur Kunden, die direkt über die Bonvoy-App buchen, in den Genuss dieser Vorteile.

Diese Größenordnung bietet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Reisende, die Treuepunkte sammeln, bleiben oft über mehrere Reisen hinweg im Marriott-Ökosystem.

Marriott stieg jedoch später als Hyatt in den All-inclusive-Markt ein. Obwohl das Unternehmen mittlerweile mehrere All-inclusive-Resorts unter Marken wie Autograph Collection und The Luxury Collection betreibt, ist sein Portfolio in diesem Segment nach wie vor kleiner als das von Hyatt.

Hilton: Globale Reichweite und Franchisewachstum

Hilton, mit mehr als 7,500 Hotels weltweitTraditionell liegt der Schwerpunkt auf Franchising und mittelgroßen Hotels wie Hampton by Hilton und Hilton Garden Inn.

In den letzten Jahren hat Hilton jedoch seine Präsenz in der Karibik und in Mexiko mit All-inclusive-Resorts wie dem Hilton Cancun und dem Hilton Tulum deutlich ausgebaut.

Hiltons Strategie konzentriert sich darauf, seine Hilton Honors Treueprogramm und ein globales Vertriebsnetz, um Reisende anzusprechen, die einfache Urlaubspakete suchen.

Finanziell ist das Unternehmen weiterhin stark, wie aus folgenden Berichten hervorgeht: 2.70 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz mit steigenden Franchise- und Lizenzgebühren.

Doch die Wachstumsaussichten von Hilton wurden angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit beeinträchtigt, was das Unternehmen veranlasste, seine Umsatzprognosen in einigen Märkten zu senken.

Hyatt: Qualität vor Quantität

Hyatt betreibt zwar weniger Hotels als Marriott oder Hilton, hat sich aber eine Nische im Luxus- und gehobenen Segment erobert.

Die Markenstrategie des Unternehmens konzentriert sich auf sorgfältig ausgewählte Erlebnisse und gehobene Gastfreundschaft anstatt auf schiere Größe.

Hyatts Welt von Hyatt Das Treueprogramm wird von Vielreisenden wegen seiner großzügigen Einlöseraten und Elite-Vorteile hoch gelobt, allerdings erhalten nur Gäste, die direkt über die World of Hyatt App buchen, diese Vorteile.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Hyatt beim Aufbau eines All-inclusive-Resortnetzwerks schneller vorangekommen ist als seine Konkurrenten – was dem Unternehmen eine Führungsposition in einem Segment verschafft, das weiterhin rasant wächst.


Die Karibik: Ausgangspunkt für die Resort-Expansion

Die Karibik hat sich zum Mittelpunkt des All-inclusive-Booms entwickelt.

Reiseziele wie die Riviera Maya in Mexiko, Montego Bay in Jamaika und Punta Cana in der Dominikanischen Republik bieten ideale Bedingungen für die Entwicklung von Ferienanlagen: verlässlicher Sonnenschein, gute internationale Flugverbindungen und große Grundstücke direkt am Strand.

Diese Faktoren haben Hotelunternehmen dazu ermutigt, riesige Resortkomplexe zu bauen, die Tausende von Gästen gleichzeitig beherbergen können.

In vielen Fällen fungieren die Resorts als in sich geschlossene Urlaubsökosysteme.

Die Gäste kommen am Flughafen an, werden direkt zum Resort gebracht und verbringen den größten Teil ihres Aufenthalts innerhalb der Anlage – sie speisen, trinken und nehmen an Aktivitäten teil, ohne das Hotelgelände zu verlassen.

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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