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Fluggesellschaften fordern niedrigere Gebühren an spanischen Flughäfen, während die Debatte um den DORA-III-Plan der AENA an Schärfe zunimmt

IATA:
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Fluggesellschaften drängen Spanien zu einer Senkung der Flughafengebühren, da sich der Streit mit der AENA im Hinblick auf die bevorstehende Regulierungsperiode DORA III verschärft. Branchenverbände argumentieren, niedrigere Gebühren seien mit Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro in Flughäfen vereinbar und würden gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus stärken. Die AENA hingegen beharrt darauf, dass höhere Gebühren notwendig seien, um das Infrastrukturwachstum langfristig zu sichern.

MADRID – Die International Air Transport Association (IATA) und der spanische Fluggesellschaftenverband (ALA) haben die spanischen Regulierungsbehörden dringend aufgefordert, eine jährliche Senkung der Flughafengebühren um 4.9 % zwischen 2027 und 2031 zu genehmigen. Sie argumentieren, dass niedrigere Gebühren mit den fortgesetzten Investitionen in die spanische Flughafeninfrastruktur vereinbar seien und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken würden.

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem AENA, der Betreiber der meisten spanischen Flughäfen, eine jährliche Erhöhung der regulierten Gebühren um 3.8 % gemäß dem dritten Flughafenregulierungsdokument (DORA III) beantragt hat. Die Fluggesellschaften haben den Plan entschieden abgelehnt und argumentiert, dass AENA in der Vergangenheit die Passagierwachstumsprognosen unterschätzt und in früheren Regulierungszeiträumen überhöhte regulierte Erträge erzielt habe.

Laut IATA und ALA lag das tatsächliche Passagieraufkommen zwischen 2017 und 2025 – die beiden Pandemiejahre ausgenommen – im Durchschnitt 15.3 % höher als die in DORA I und DORA II zugrunde gelegten Prognosen. Sie argumentieren, dass diese Diskrepanz es der AENA ermöglichte, regulierte Überschüsse in Höhe von rund 1.3 Milliarden Euro zu erwirtschaften, Kosten, die letztendlich an Fluggesellschaften und Reisende weitergegeben wurden.

Die Fluggesellschaften verwiesen zudem auf die von der AENA gemeldete regulierte Rendite von 10.2 % im Jahr 2024, die ihrer Ansicht nach die Erwartungen um rund vier Prozentpunkte übertraf. Branchenverbände schätzen, dass dies allein in diesem Jahr zu zusätzlichen Kosten von fast 400 Millionen Euro für Passagiere und Fluggesellschaften führte.

„AENA hat das Regulierungssystem jahrelang ausgenutzt und dadurch Millionen Euro mehr verdient, als ihr zustand“, sagte Rafael Schvartzman, Regional Vice President der IATA für Europa. Er warnte davor, dass die Genehmigung weiterer Gebührenerhöhungen AENA die höchste regulierte Rendite unter vergleichbaren europäischen Flughafenbetreibern bescheren würde, und forderte stattdessen eine Gebührensenkung.

Trotz der vorgeschlagenen Kürzungen argumentieren IATA und ALA, dass AENA ihr geplantes Investitionsprogramm von 10 Milliarden Euro während der DORA-III-Periode weiterhin umsetzen könne. Studien der Beratungsunternehmen Steer und CEPA prognostizieren ein jährliches Passagierwachstum von rund 3.6 % – deutlich höher als die von AENA prognostizierten 1.3 %. Unter diesen Annahmen, so die Fluggesellschaften, würde AENA immer noch eine Kapitalrendite von etwa 6.35 % erzielen, was sie als angemessenes Niveau für Investoren bezeichnen.

Branchenvertreter sind überzeugt, dass niedrigere Flughafengebühren Spaniens Attraktivität als internationales Reiseziel steigern, Investitionen ankurbeln und die Schaffung von Arbeitsplätzen im gesamten Tourismus- und Luftfahrtsektor fördern würden. Die Regulierungsbehörden werden voraussichtlich die verschiedenen Prognosen und Finanzmodelle prüfen, bevor sie den endgültigen Rahmen für Flughafengebühren gemäß DORA III festlegen.

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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