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Angesichts steigender Sexualverbrechen erwägt Berlin die Entwicklung „vergewaltigungssicherer“ U-Bahn-Waggons

Angesichts steigender Sexualverbrechen erwägt Berlin die Entwicklung „vergewaltigungssicherer“ U-Bahn-Waggons
Angesichts steigender Sexualverbrechen erwägt Berlin die Entwicklung „vergewaltigungssicherer“ U-Bahn-Waggons
Geschrieben von Harry Johnson

Laut Polizeistatistik wurden im vergangenen Jahr in Berlins U-Bahn, Zügen und Bussen knapp 4,200 Gewaltverbrechen angezeigt.

Die deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen, Antje Kapek, hat vorgeschlagen, in Berlin U-Bahn-Waggons nur für Frauen einzuführen. Öffentliches Transport System als Reaktion auf eine Zunahme gewalttätiger Übergriffe.

Der Politiker, der als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen fungiert, verwies auf einen besonders alarmierenden Vorfall aus diesem Jahr, bei dem ein 33-jähriger Angreifer eine 63-jährige Frau in der U-Bahn angegriffen und vergewaltigt hatte. Nach dem Angriff verließ der Täter ohne Zwischenfälle den Tatort und wurde erst mehrere Wochen später festgenommen.

Kapek betonte, dass Frauen häufig Gewalt ausgesetzt seien und deshalb einen verstärkten Schutz benötigten.

Laut Polizeistatistik wurden im vergangenen Jahr in Berlins U-Bahn, Zügen und Bussen fast 4,200 Gewaltverbrechen gemeldet. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg diese Zahl jedoch auf über 5,600, wobei fast 300 dieser Vorfälle als Sexualdelikte eingestuft wurden.

Die für Frauen vorgesehenen Waggons werden entweder direkt hinter dem Fahrer oder am Ende des Zuges platziert, erklärte Kapek. Der Vorschlag sieht auch eine verbesserte Videoüberwachung und die Installation von Notrufsäulen auf den Bahnsteigen vor.

Der deutsche Abgeordnete verwies auf Japan als ein relevantes Beispiel und wies darauf hin, dass die meisten Bahnlinien in den Metropolregionen des Landes während der Hauptverkehrszeiten über Waggons nur für Frauen verfügen. Diese Initiative wurde vor etwa zwei Jahrzehnten eingeführt, um das Problem begrapschender Vorfälle mit weiblichen Fahrgästen anzugehen.

Vergleichbare Initiativen gibt es auch in der Metro Kairo in Ägypten, der Metro Rio de Janeiro in Brasilien sowie in Bahnsystemen in Indien, den Philippinen und Indonesien.

Auf Anfrage teilte der Berliner Verkehrsbetrieb BVG mit, dass die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen – darunter Alarmknöpfe in den Waggons, Informationskästen und die Anwesenheit von Polizeibeamten an allen Haltestellen – ausreichend seien.

Der rechtsgerichtete Politiker Rolf Wiedenhaupt von der Alternative für Deutschland (AfD), der fünftgrößten Partei im Bundestag, bezeichnete den Vorschlag als „absurd“.

„Sicherheit erreicht man nicht durch die Kategorisierung der Opfer, sondern durch ein entschiedenes Vorgehen gegen die Täter und eine beschleunigte Strafverfolgung“, erklärte Wiedenhaupt laut einem Bericht des Spiegel.

Die deutsche Boulevardzeitung Bild führte Interviews mit Frauen unterschiedlichen Alters, um ihre Ansichten zu dem Vorschlag zu erfahren. Die Befragten äußerten sich stark positiv gegenüber dem Konzept und gaben an, dass sie ein reines Damenabteil nutzen würden. Viele gaben zu, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln unsicher zu fühlen und berichteten von Erfahrungen mit unerwünschter Aufmerksamkeit, darunter Anstarren und Begrapschen.

Ein 83-jähriger Interviewpartner äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Durchsetzbarkeit einer solchen Maßnahme und fragte sich, ob sich die Männer daran halten würden.

Über die Autorin

Harry Johnson

Harry Johnson ist Auftragsredakteur für eTurboNews Seit über 20 Jahren. Er lebt in Honolulu, Hawaii, und stammt ursprünglich aus Europa. Er schreibt und berichtet gerne über Nachrichten.

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