Die Auswahl der Geschworenen soll am Dienstagmorgen beginnen, die Eröffnungsplädoyers aller Parteien werden voraussichtlich am Dienstagnachmittag stattfinden. Der Prozess um die Familien der fünf Opfer wird voraussichtlich während des Shutdowns der US-Bundesregierung etwa zehn Tage dauern.
Robert A. Clifford, Gründer und Seniorpartner der Anwaltskanzlei Clifford Law Offices in Chicago, ist Hauptanwalt in dem Rechtsstreit. Die Kanzlei vertrat 68 Angehörige von Opfern des Flugzeugabsturzes vom 10. März 2019, bei dem alle 157 Insassen ums Leben kamen. Familien aus 35 Ländern trauerten um ihre Lieben.
Die beiden Hauptverfahren, die am Montag beginnen, betreffen eine 28-jährige Mutter aus Kenia, die eine Tochter, ihre Eltern und vier Geschwister hinterlässt. Sie wird von der Kanzlei Clifford Law Offices vertreten. Aktenzeichen: cv-19-cv-02170 (im Zusammenhang mit 19-cv-05563). Im zweiten, gleichzeitig verhandelten Fall geht es um eine 36-jährige Frau aus Indien, die einen Ehemann und ihre Eltern hinterlässt. Sie wird von der Kanzlei Kline Spector aus Philadelphia vertreten.
Die folgenden Fälle, die vor Gericht verhandelt werden, sind der eines erfolgreichen 38-jährigen Mannes aus dem Jemen und Kenia, der getötet wurde und der Alleinverdiener seiner Frau und sieben Kinder war, von denen sechs minderjährig sind, und eines 30-jährigen erfolgreichen Geschäftsmanns aus Großbritannien und Kenia, der selbst eines von zehn Kindern ist und eine Frau hinterließ, die mit dem vierten Kind des Paares schwanger war, sowie drei minderjährige Kinder.
Ein fünfter Fall, der zur Verhandlung ansteht, ist der einer Frau aus Irland, die ihren Ehemann verloren hat und von Steven Marks von der Kanzlei Podhurst Orseck aus Miami vertreten wird.
„Boeing hat die volle Verantwortung für den sinnlosen und vermeidbaren Verlust dieser Menschenleben übernommen“, sagte Clifford. „Wir sind entschlossen, für jeden Einzelnen Gerechtigkeit zu erreichen.“
Der Absturz der Boeing 737 MAX8 Der Absturz des Jets ET-302 ereignete sich im März 2019 kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen Addis Abeba Bole in Äthiopien mit Ziel Kenia. Alle 157 Insassen kamen dabei ums Leben. Anwälte teilten dem Gericht am Mittwoch mit, dass nach Abschluss dieser Verfahren noch elf Fälle offen seien.



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