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Der katastrophalste Führungsfehler in der Reise- und Tourismusgeschichte

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Geschrieben von Imtiaz Muqbil

Der gebürtige Inder Imtiaz Muqbil ist einer der dienstältesten Reise- und Fachjournalisten im Asien-Pazifik-Raum. Begann seine Karriere in Kuwait bei lokalen englischsprachigen Zeitungen und veröffentlicht Travel Impact in Thailand. Seit 1978 arbeitet er im Königreich als freimütiger Journalist.

Im November vor genau 30 Jahren traf sich die International Hotel Association zu ihrer Jahreskonferenz in Tel Aviv, Israel.

Es war wahrlich ein goldenes Zeitalter; Friedensgespräche waren im Gange, um den jahrhundertelangen Konflikt im Heiligen Land zu beenden. Hoffnung und Optimismus lagen in der Luft. Das Traumthema lautete: „Frieden fördert Tourismus fördert Frieden.“

Es war wahrlich ein Goldenes Zeitalter. Friedensgespräche waren im Gange, um den jahrhundertelangen Konflikt im Nahen Osten, insbesondere im Heiligen Land, zu beenden. Hoffnung und Optimismus lagen in der Luft. Das Traumthema lautete: „Frieden fördert Tourismus fördert Frieden.“

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Tragischerweise betrug seine Lebensdauer lediglich 48 Stunden.

Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin, gemeinsam mit dem verstorbenen palästinensischen Führer Yasser Arafat Träger des Friedensnobelpreises, wurde am 04. November 1995 erschossen, nur 48 Stunden nachdem er die Grundsatzrede zu eben diesem Thema gehalten hatte.

Sein Mörder war Yigal Amir, ein jüdischer Fundamentalist, fanatischer und extremistischer Terrorist, der damals erst in seinen Zwanzigern war.

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Der katastrophalste Führungsfehler in der Reise- und Tourismusgeschichte

Ich kann mich noch genau an diese schicksalshafte Nacht erinnern. ICH WAR DABEI und habe über die Konferenz berichtet.

Der Politiker, der nach Rabins brutaler Ermordung Israels Premierminister wurde, hieß Benjamin Netanjahu. Das Heilige Land ist seitdem nicht mehr dasselbe.

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Die Anführer der globalen Hotelbranche versprachen, Rabins Friedensträume am Leben zu erhalten. Sie scheiterten. Dasselbe gilt für die Reise- und Tourismusbranche insgesamt.

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Der katastrophalste Führungsfehler in der Reise- und Tourismusgeschichte
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Extremistische religiöse Führer und fremdenfeindliche, nationalistische Politiker heizen die Stimmung an. Die Militärbudgets steigen. Hassreden dominieren die sozialen Medien. Demokratie, Menschenrechte und Grundfreiheiten sind bedroht.

Anders als bei der Covid-19-Pandemie gibt es kein Immunisierungs- oder Impfprogramm, um die zunehmende Gewalt- und Konfliktpandemie einzudämmen.

Die Schuld daran, dass das Dream-Theme-Versprechen „Frieden fördert Tourismus fördert Frieden“ nicht eingehalten wurde, liegt eindeutig bei der Reise- und Tourismusbranche, der sogenannten Branche des Friedens, der Freundschaft und der Harmonie.

In den letzten Jahren haben die Themen globale Erwärmung, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz an Bedeutung gewonnen. Neue Schlagworte wurden erfunden, wie etwa „sinnvoller Tourismus“, „regenerativer Tourismus“ und „ertragreicher Tourismus“.

Die Auswirkungen der „anderen globalen Erwärmung“ wurden geflissentlich ignoriert.

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Ich habe im Laufe der Jahre wiederholt davor gewarnt. Die Spur der Hinweise ist seit dem 04. November 1995 klar.

Hier noch eine Warnung: Wir haben erst die Hälfte geschafft. Südasien und Südostasien sind die nächsten Ziele.

Meine Warnungen haben eine ziemlich gute Erfolgsbilanz. 

„Die andere globale Erwärmung“ ist eine rein vom Menschen verursachte Krise und wird sich auf die Reise- und Tourismusbranche in allen Bereichen auswirken – auf Reiseziele, Unternehmen, Gemeinden, KMU, die junge Generation sowie Anbieter von Produkten und Dienstleistungen.

Ich halte dies für den mit Abstand katastrophalsten Führungsfehler in der Reise- und Tourismusgeschichte.

Diese Generation von Führungskräften schuldet denjenigen, die kurz davor stehen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, und der jüngeren Generation, die ihr Vertrauen, ihre Hoffnungen und Träume missbraucht hat, eine aufrichtige Entschuldigung.

Über die Autorin

Imtiaz Muqbil

Imtiaz Muqbil,
Chefredakteur
Travel Impact Newswire

Seit 1981 berichte ich als Journalist aus Bangkok über die Reise- und Tourismusbranche. Aktuell bin ich Herausgeber und Verleger von Travel Impact Newswire, der wohl einzigen Reisepublikation, die alternative Perspektiven bietet und gängige Ansichten hinterfragt. Ich habe alle Länder im asiatisch-pazifischen Raum bereist, mit Ausnahme von Nordkorea und Afghanistan. Reisen und Tourismus sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte dieses großen Kontinents, doch die Menschen in Asien sind noch weit davon entfernt, die Bedeutung und den Wert ihres reichen kulturellen und natürlichen Erbes zu erkennen.

Als eine der dienstältesten Reisejournalistinnen in Asien habe ich die Branche durch viele Krisen begleitet – von Naturkatastrophen über geopolitische Umbrüche bis hin zu Wirtschaftskrisen. Mein Ziel ist es, die Branche dazu zu bringen, aus der Geschichte und ihren Fehlern zu lernen. Es ist wirklich erschreckend zu sehen, wie die sogenannten „Visionäre, Zukunftsforscher und Vordenker“ an denselben alten, kurzsichtigen Lösungen festhalten, die die eigentlichen Ursachen der Krisen nicht angehen.

Imtiaz Muqbil
Chefredakteur
Travel Impact Newswire

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