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Emirates schließt Interline-Abkommen mit Bahamasair ab und erweitert damit den Zugang zur Karibik.

Bahamasair
Bildschirmfoto
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Die neue Interline-Partnerschaft von Emirates mit Bahamasair erweitert die Anbindung an die Karibik über Miami und Orlando und bietet nahtlose Verbindungen nach Nassau und Freeport. Das Abkommen stärkt die Präsenz in den Golfstaaten, seine Auswirkungen in Asien dürften jedoch begrenzt sein, da Reisende aus Indien und anderen Regionen weiterhin mit hohen Visa- und Transitgebühren für die USA konfrontiert sind.

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates hat eine neue Interline-Partnerschaft mit Bahamasair geschlossen und damit die Verbindungen für Reisende aus dem Nahen Osten, Asien und Afrika auf die Bahamas vereinfacht. Die Vereinbarung, die auf einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung beider Fluggesellschaften basiert, ermöglicht es Emirates-Passagieren, eine einzige Flugverbindung zu buchen, die die US-Drehkreuze in Florida mit Bahamasair-Flügen nach Nassau und Freeport verbindet.

Dank der einseitigen Vereinbarung können Kunden nun mit Emirates nach Miami oder Orlando fliegen und ihre Reise mit Bahamasair fortsetzen – mit abgestimmten Flugplänen, einheitlichen Gepäckbestimmungen und dem Komfort eines einzigen Tickets. Dieser Schritt erweitert das Streckennetz von Emirates in der Karibik – einem Gebiet, das von der in Dubai ansässigen Fluggesellschaft bisher nicht direkt bedient wurde – und verschafft Bahamasair mehr Sichtbarkeit bei internationalen Langstreckenreisenden.

Seit dem Amtsantritt der Trump-Regierung haben karibische Staaten wie Barbados, Jamaika und die Bahamas verstärkt versucht, direkte Flugverbindungen zu Langstreckenmärkten in Europa, dem Nahen Osten, Asien, Afrika und Lateinamerika zu sichern.

Die derzeitigen Flugrouten über die USA erfordern einen Transitaufenthalt, der mitunter teure US-Visabestimmungen und langwierige Einreiseformalitäten mit sich bringt – selbst für Passagiere, die lediglich umsteigen. Die neue Verbindung zwischen Emirates und Bahamasair soll die Bekanntheit und das Passagieraufkommen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Anschlussmärkten steigern.

Allerdings weisen Luftfahrtbeamte darauf hin, dass dies die Zugangsprobleme für Reisende aus Indien, dem übrigen Asien oder Teilen Afrikas, wo die Kosten und der Bearbeitungsaufwand für US-Visa weiterhin erhebliche Hürden darstellen, möglicherweise nicht vollständig lösen wird.

Emirates bedient Miami derzeit täglich mit einer umgerüsteten Boeing 777, die über vier Kabinenklassen verfügt, und bietet fünf wöchentliche Flüge nach Orlando mit einer 777 mit drei Klassen an. Von beiden Flughäfen aus können Passagiere Anschlussflüge mit Bahamasairs Boeing 737 nach Nassau/Paradise Island und Freeport auf Grand Bahama nutzen.

Die Partnerschaft zwischen Emirates und Bahamasair vereinfacht zwar das Reisen in einigen Märkten, ihre Auswirkungen sind jedoch unterschiedlich. Besucher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar können im Rahmen des Visa Waiver Programms in die USA einreisen, wodurch die neue Verbindung vergleichsweise unkompliziert ist. Für Reisende aus wachstumsstarken Quellmärkten wie Indien oder Südostasien – wichtige Marktsegmente für den karibischen Tourismus – könnte die Notwendigkeit eines US-Transitvisums das volle Potenzial der Vereinbarung jedoch einschränken.

Die Partnerschaft ist der jüngste Schritt in Emirates' Bemühungen, den Tourismus auf den Bahamas weiter zu fördern. Bereits Anfang des Jahres unterzeichnete die Fluggesellschaft ein separates Abkommen mit dem bahamaischen Außenministerium, um den Archipel gemeinsam auf den globalen Märkten zu bewerben. Vertreter beider Fluggesellschaften erklärten, das Abkommen werde den Zugang zu den Inseln für Passagiere im gesamten Streckennetz von Emirates vereinfachen, während die Regierungen der Region weiterhin nach echten Transitmöglichkeiten außerhalb der USA suchen, um das Tourismuswachstum weiter anzukurbeln.

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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