Die Fraport AG hat ihr mit Spannung erwartetes Terminal 3 am Frankfurter Flughafen offiziell eröffnet und damit das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des im MDAX notierten Unternehmens abgeschlossen. An der feierlichen Eröffnung nahmen über 400 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Luftfahrt teil – ein Meilenstein für einen der wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkte Europas.
Zu den prominenten Teilnehmern zählten Patrick Schneider, Boris Rhein, Mike Josef, Michael Boddenberg und Christoph Mäckler, der das neue Terminal entworfen hat.
Ein Meilenstein für Luftfahrt und Infrastruktur
Fraport-CEO Stefan Schulte bezeichnete die Einweihung als einen entscheidenden Moment:
„Heute ist ein besonderer Tag – für Fraport, für Frankfurt, für Hessen und weit darüber hinaus. Mit Terminal 3, einem der modernsten Terminals Europas, positionieren wir uns für langfristigen Erfolg.“
Schulte betonte, dass das Projekt nicht nur eine bedeutende Erweiterung darstellt, sondern auch ein Beweis für branchenübergreifende Zusammenarbeit ist. Das Terminal steht symbolisch für technisches Know-how, Belastbarkeit und koordiniertes Vorgehen.

Ministerpräsident Rhein schloss sich dieser Einschätzung an und bezeichnete das Projekt als ein Aushängeschild deutscher Leistungsfähigkeit:
„Als größtes privat finanziertes Infrastrukturprojekt Europas beweist es, wozu Deutschland fähig ist. ‚Made in Germany‘ bleibt ein Gütesiegel.“
Große Eröffnungsfeier
Die Einweihungszeremonie umfasste eine beeindruckende Lichtshow und eine choreografierte Tanzdarbietung auf dem zentralen Marktplatz von Terminal 3. Die Veranstaltung schloss mit der symbolischen Bekanntgabe: „Terminal 3 ist bereit für den Check-in!“ — damit wird offiziell ein neues Kapitel für den Flughafen Frankfurt aufgeschlagen.
Betriebsbeginn am 23. April
Terminal 3 empfängt seine ersten Passagiere am 23. April, der Betrieb wird schrittweise hochgefahren. Insgesamt 57 Fluggesellschaften ziehen in vier Wellen in das neue Terminal um; der Umzug soll bis zum 9. Juni abgeschlossen sein.
Darüber hinaus wird Condor – die zweitgrößte Fluggesellschaft des Flughafens – ihren Betrieb im Sommer 2027 in Terminal 3 verlegen.
Die Passagiere erwartet ein modernes Reiseerlebnis mit folgenden Merkmalen:
- Vollautomatische Gepäckaufgabesysteme
- Erweiterte Sicherheitskontrollen mit CT-Scannern
- Kürzere Laufwege
- Eine große Auswahl an Einzelhandels- und Gastronomieangeboten, darunter 64 Geschäfte und Restaurants.
Termingerecht und im Rahmen des Budgets fertiggestellt
Der Bau von Terminal 3 begann am 15. Oktober 2015 mit einem feierlichen Spatenstich. In der Hochphase waren bis zu 3,000 Arbeiter an diesem Großprojekt beteiligt. Trotz erheblicher globaler Herausforderungen – darunter die COVID-19-Pandemie, Unterbrechungen der Lieferketten und geopolitische Spannungen – wurde das Projekt planmäßig und innerhalb des Budgets von 4 Milliarden Euro abgeschlossen.
Das Terminal verfügt über eine anfängliche Kapazität von 19 Millionen Passagieren pro Jahr und nutzt die Piers G, H und J. Zukünftige Erweiterungspläne sehen die Hinzufügung von Pier K vor, wodurch die Kapazität auf 25 Millionen Passagiere pro Jahr erhöht würde.
Das Projekt wurde von der Fraport Ausbau Süd GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Fraport AG, geleitet. CEO Schulte würdigte die Tochtergesellschaft als treibende Kraft hinter dem erfolgreichen Projektabschluss.
Eine neue Ära für den Frankfurter Flughafen
Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 stärkt der Frankfurter Flughafen seine Position als wichtiger globaler Luftfahrtknotenpunkt. Das neue Terminal verbessert nicht nur das Reiseerlebnis, sondern unterstreicht auch Deutschlands Rolle im internationalen Flugverkehr und in der Infrastrukturentwicklung.
Mit dem Start der Flüge vom hochmodernen Terminal 3 stellt dieses sowohl eine logistische Meisterleistung als auch ein Symbol für zukunftsorientierte Ambitionen in der europäischen Luftfahrt dar.



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