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Die Bundesregierung verabschiedet eine neue nationale Tourismusstrategie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit.

Deutschlands Incoming-Tourismus zeigt starke Erholung
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Deutschland hat eine neue Nationale Tourismusstrategie verabschiedet und den Tourismus damit zu einer Priorität des Bundes erhoben. Die Strategie konzentriert sich auf eine stärkere Koordination, moderne Infrastruktur, Bürokratieabbau, Digitalisierung, Förderung der Arbeitskräfte, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit – mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, die regionalen Wirtschaften zu stärken und Deutschland als widerstandsfähiges, hochwertiges globales Reiseziel zu positionieren.

Berlin — Das deutsche Bundeskabinett hat eine neue Nationale TourismusstrategieDamit rückt die Tourismusstrategie wieder fest in den Fokus der Bundespolitik und signalisiert einen besser koordinierten, langfristigen Ansatz zur Stärkung eines der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Ziel der Strategie ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, die Infrastruktur zu modernisieren, Unternehmen und Beschäftigte zu unterstützen und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Tourismusentwicklung zu stellen.

Der Verband der Fluggesellschaften in Deutschland (BARIG) unterstützt diese Strategie.

Der Tourismus ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor in allen deutschen Regionen, dennoch war das Engagement des Bundes in der Tourismuspolitik jahrelang begrenzt. Mit der neuen Strategie erkennt die Bundesregierung den Tourismus als Querschnittssektor an, der mit Verkehr, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Klimapolitik und Regionalentwicklung eng verknüpft ist.

Eine besser koordinierte Rolle des Bundes

Kernstück der Strategie ist die Verpflichtung zu stärkere Koordination auf BundesebeneDer Tourismus wird heute als nationale Priorität betrachtet, die eine engere Zusammenarbeit zwischen Bundesministerien, Ländern, Kommunen und der Privatwirtschaft erfordert. Ziel ist es, die Tourismuspolitik besser mit umfassenderen Wirtschafts-, Mobilitäts- und Digitalisierungsstrategien abzustimmen, die Fragmentierung zu verringern und die Wirksamkeit der Politik zu verbessern.

Infrastruktur und Mobilität als wirtschaftliche Grundlagen

Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist Investitionen in Infrastruktur und MobilitätDie Regierung plant, die Verkehrsanbindung – auf Schiene, Straße, Wasserwegen und im Luftverkehr – zu verbessern, um die Erreichbarkeit von Reisezielen in städtischen und ländlichen Gebieten zu gewährleisten. Die touristische Infrastruktur wird ausdrücklich als Teil des wirtschaftlichen Rückgrats Deutschlands anerkannt und nicht mehr als rein lokale oder regionale Angelegenheit betrachtet.

Bürokratieabbau für Tourismusunternehmen

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, legt die Strategie großen Wert auf BürokratieabbauDie Verwaltungsprozesse für Hotels, Reiseunternehmen, Destinationen und Veranstalter sollen vereinfacht und modernisiert werden. Ziel ist es, Kosten zu senken, den bürokratischen Aufwand zu reduzieren und Investitionen zu fördern, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, die den Tourismussektor dominieren.

Digitale Transformation vorantreiben

Die Digitalisierung ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Strategie fördert den Einsatz von digitale Werkzeuge, Plattformen und Daten Ziel ist die Modernisierung von Buchungssystemen, Besucherinformationsdiensten, Destinationsmanagement und öffentlicher Verwaltung. Durch die Steigerung von Effizienz und Transparenz will die Regierung sowohl die Produktivität der Unternehmen als auch das Besuchererlebnis insgesamt verbessern.

Bekämpfung des Arbeitskräftemangels

Die Strategie erkennt den anhaltenden Personalmangel im Gastgewerbe und Tourismus an und umfasst Maßnahmen zur Unterstützung Ausbildung, Qualifizierung, Rekrutierung und qualifizierte EinwanderungDie Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven in diesem Sektor wird als unerlässlich angesehen, um den Tourismus langfristig zu einem attraktiveren und widerstandsfähigeren Arbeitgeber zu machen.

Nachhaltigkeit und Klimaverantwortung

Nachhaltigkeit ist als Leitprinzip in die gesamte Strategie integriert. Die Regierung verpflichtet sich zur Förderung ressourcenschonender, klimabewusster TourismusDie Organisation unterstützt Reiseziele bei der Anpassung an den Klimawandel und fördert umweltverträgliches Reisen. Wirtschaftswachstum bleibt zwar ein Ziel, wird aber stets im Kontext des Schutzes natürlicher und kultureller Ressourcen betrachtet.

Inklusiver und barrierefreier Tourismus

Die Strategie priorisiert außerdem Zugänglichkeit und InklusionZiel ist es, das barrierefreie Tourismusangebot für Menschen mit Behinderungen, ältere Reisende und Familien auszubauen. Durch die Verbesserung des Zugangs strebt die Regierung sowohl soziale Inklusion als auch eine stärkere Attraktivität für verschiedene inländische und internationale Besuchergruppen an.

Stärkung der globalen Position Deutschlands

Letztlich zielt die Strategie darauf ab, Deutschlands Position als wettbewerbsfähiges, qualitativ hochwertiges TourismuszielDurch verbesserte Infrastruktur, Bürokratieabbau, bessere digitale Dienstleistungen und koordiniertes Marketing will Deutschland auf einem zunehmend globalisierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Tourismusmarkt wettbewerbsfähiger sein.

Weiter denken

Die nationale Tourismusstrategie stellt eine Abkehr von fragmentierten Initiativen hin zu einer langfristiger föderaler Rahmen Für die Tourismuspolitik ist eine Strategie unerlässlich. Ihr Erfolg hängt von der Umsetzung, der Finanzierung und der nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatwirtschaft ab. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte sie einen Wendepunkt für den Beitrag des Tourismus zur wirtschaftlichen Stabilität, zur regionalen Entwicklung und zum nachhaltigen Wachstum in ganz Deutschland markieren.

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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