Zur Cybersicherheit von Fluggesellschaften gehören die Verfahren, Technologien und Richtlinien, die zum Schutz vor Cyberbedrohungen dienen – vom Flugzeug selbst bis hin zu Reservierungen und Tickets.
Von Grund auf
Flughäfen und Fluggesellschaften nutzen eine breite Palette von IT-Systemen für die Abwicklung von Flugdiensten – von der Flugplanung über die Gepäckabfertigung bis hin zur Flugsicherung. Zu den Bedrohungen vor Ort zählen Ransomware, Phishing, Insider-Bedrohungen und Systemausfälle. So wurden beispielsweise Flüge der polnischen Fluggesellschaft LOT vor einigen Jahren aufgrund eines Cyberangriffs auf ihr Flugplanungssystem eingestellt.
Wie das Flugzeug selbst geschützt ist
Heutzutage sind Flugzeuge mit digitaler Avionik und Satellitenkommunikationssystemen ausgestattet. Diese Systeme selbst können das Flugzeug anfällig für Cyberangriffe machen, wenn sie nicht ausreichend abgesichert sind. Daher gelten für die Konstruktion und Zertifizierung von Flugzeugen sehr strenge Cybersicherheitsstandards.
Schutz des Passagiers
Sobald ein Passagier online nach Flügen sucht und eine Reservierung vornimmt, wird er zum begehrten Ziel von Cyber-Bedrohungen. Sensible Passagierdaten, einschließlich Zahlungsdetails und Reiseverlauf, werden zum Ziel von Sicherheitsverletzungen. Angriffe auf das Reservierungssystem selbst können zu massiven Betriebsstörungen und finanziellen Verlusten für alle führen. Cybersicherheitsschutz ist von größter Bedeutung, und es gibt Datenschutzgesetze, deren Einhaltung die Systeme als wesentliche Geschäftsgrundlage einhalten müssen.
Bereit zum Abheben
Fluggesellschaften sind für Lieferketten wie Wartung, IT und Bordservices auf Drittanbieter angewiesen. Da WLAN an Bord selbstverständlich ist, erhöht die Internetverfügbarkeit das Risiko von Cybersicherheitsverletzungen. Echtzeitüberwachung ist unerlässlich, um die Bedrohung durch Informationsaustausch und die gängigen Bedrohungen durch Malware, Ransomware, Phishing, Lieferkettenangriffe und Insider-Bedrohungen zu verfolgen.
Die größte Cyberbedrohung für Fluggesellschaften
Während Hollywood uns glauben machen möchte, dass die größte Sorge der Menschen darin besteht, dass jemand mit böswilligen Absichten die Kontrolle über ein Flugzeug im Flug übernehmen und einen Unfall verursachen oder ein Flugzeug aus kriminellen Gründen umleiten könnte, stellt in Wirklichkeit ein Datenleck die größte Bedrohung für die Cybersicherheit dar.
Zwischen 2019 und 2020 stieg die Zahl der Cyberangriffe auf Fluggesellschaften und Flughäfen um satte 530 %. Im Jahr 2020 wurden bei easyJet personenbezogene Daten von neun Millionen Kunden, darunter auch Kreditkartendaten, offengelegt. British Airways erlitt 9 einen Datenverstoß, von dem eine halbe Million Passagiere betroffen waren und der Fluggesellschaft eine hohe Geldstrafe auferlegt wurde.
Die meisten Cyberangriffe basieren auf Identitätsdiebstahl, finanziellem Gewinn oder sogar politischen Motiven, wobei finanzieller Gewinn im Vordergrund steht. In anderen Fällen wurden Malware- und Ransomware-Angriffe einfach nur durchgeführt, um den Geschäftsbetrieb aus irgendeinem Grund zu stören.
Ob zu Luft, zu Land oder zu Wasser
Ob mit dem Flugzeug, der Bahn, dem Kreuzfahrtschiff oder dem Auto – heutzutage sind wir alle durch Cyber-Aktivitäten miteinander verbunden – vom Internet über Mobiltelefongespräche bis hin zur Bezahlung im Restaurant mit Kreditkarte. In der heutigen Investmentwelt scheint alles, was mit Cyber-Sicherheit zu tun hat, eine gute Absicherung zu sein.



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