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Den Tourismus für Frieden, Einheit und Entwicklung in der Welt nutzen

Herr Dine Bouraima, Präsident und Generaldirektor des Benin Royal Hotel, Präsident des Consortium Touristes Par Millions au Benin und Vizepräsident des African Tourism Board
Geschrieben von Dine Mouinoi Bouraime

Dieser Inhalt wurde von Herrn Dine Bouraima, Präsident und Generaldirektor des Benin Royal Hotel, Präsident des Consortium Touristes Par Millions au Benin und Vizepräsident des African Tourism Board, auf Anfrage des World Tourism Network zum wichtigen Thema Frieden und Tourismus. eTurboNews wird ein breites Spektrum an Beiträgen von Führungskräften und Visionären der Reisebranche aus aller Welt mit begrenzter Bearbeitung abdecken. Alle veröffentlichten Beiträge dienen als Grundlage für diese fortlaufende Diskussion, die wir ins neue Jahr mitnehmen möchten.

Dine Mouinoi Bouraime sagte World Tourism Network: Als führender Akteur im Tourismus in Afrika mit mehr als 20 Jahren Erfahrung habe ich praktische Möglichkeiten entwickelt, wie der Tourismus Frieden und Einheit für die Entwicklung auf unserem großartigen Kontinent und in der Welt nutzen kann.

 1.⁠ ⁠Historische Tourismusrouten schaffen, um kollektive Erinnerungen in Einklang zu bringen

Der Tourismus kann eine Schlüsselrolle bei der Versöhnung spielen, indem er gemeinsame Geschichten in den Vordergrund stellt. In Afrika bieten Rundwege wie die „Sklavenroute“ in Ouidah (Benin) Besuchern die Möglichkeit, schwierige Kapitel der Geschichte zu erkunden und gleichzeitig das Bewusstsein für Widerstandsfähigkeit und Vergebung zu schärfen. In diesem Sinne hat Benin ein historisches Gesetz erlassen, das es Afro-Nachkommen aus der Diaspora ermöglicht, die beninische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Diese Initiative stärkt die Bindungen zu den Nachkommen von Sklaven und bietet eine symbolische Form der Wiedergutmachung, während sie Millionen Menschen mit ihren Wurzeln wieder verbindet.

Weltweit betonen Orte wie das Hiroshima-Denkmal in Japan oder Robben Island in Südafrika die Bedeutung des Friedens.

 2.⁠ ⁠Den grenzüberschreitenden Tourismus als Hebel für regionale Zusammenarbeit fördern

Grenzüberschreitende Nationalparks wie das Kavango-Zambezi-Schutzgebiet, das Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe verbindet, zeigen, wie der Tourismus Nationen im Interesse des Artenschutzes vereinen kann. Dieses Modell ließe sich auch auf anderen Kontinenten nachahmen, etwa in Südamerika, wo ähnliche Initiativen die Anden miteinander verbinden könnten.

 3.⁠ ⁠Entwicklung interkultureller Kunstfestivals zur Stärkung der Einheit

Internationale Festivals wie das Panafrikanische Film- und Fernsehfestival von Ouagadougou (FESPACO) oder das Edinburgh Festival in Schottland bieten Plattformen, auf denen Künstler, Touristen und lokale Gemeinschaften kulturelles Wissen austauschen. In Afrika könnte eine ähnliche Veranstaltung rund um traditionelle Musik organisiert werden, bei der Künstler aus allen Kontinenten zusammenkommen.

 4.⁠ ⁠Förderung des Solidaritätstourismus zum Wiederaufbau von Postkonfliktzonen

Ruanda, einst durch einen Völkermord verwüstet, ist heute dank des auf Berggorillas ausgerichteten Ökotourismus eine Erfolgsgeschichte. In Afrika könnten andere Postkonfliktregionen wie die Sahelzone von ähnlichen Projekten profitieren, bei denen die lokale Bevölkerung einbezogen wird. Auch auf internationaler Ebene zeigen Gebiete wie das ehemalige Jugoslawien, wie der Tourismus Narben in Chancen verwandeln kann.

 5.⁠ ⁠Bildungs- und Hochschulaustausch zur Förderung des Friedens nutzen

In Afrika bringen Initiativen wie die African Leadership Academy (ALA) Jugendliche aus dem ganzen Kontinent zusammen, um sie in Führungsqualitäten und Konfliktlösung auszubilden. Partnerschaften mit europäischen, amerikanischen oder asiatischen Universitäten könnten touristische Programme umfassen, die sich auf kulturelles Lernen und Friedensstiftung konzentrieren.

 6. Schaffung eines „Friedenspasses“, um die Mobilität junger Menschen zu fördern

Inspiriert vom Ziel der Afrikanischen Union, Reisen innerhalb Afrikas zu erleichtern, könnte ein globales „Friedenspass“-Projekt jungen Menschen Vorteile bieten, die an bildungstouristischen Aktivitäten teilnehmen, etwa UNESCO-Stätten besuchen oder sich ehrenamtlich betätigen.

 7.⁠ ⁠Förderung des interreligiösen Dialogs durch spirituellen Tourismus

Orte wie die Große Moschee von Djenné in Mali oder die Basilika Unserer Lieben Frau des Friedens in der Elfenbeinküste ziehen Millionen von Touristen an. Diese Orte könnten als Veranstaltungsort für interreligiöse Foren oder Exerzitien dienen, bei denen Gläubige verschiedener Glaubensrichtungen zusammenkommen. Weltweit bieten Orte wie Varanasi in Indien oder Jerusalem ähnliche Möglichkeiten.

 8.⁠ ⁠Unterstützen Sie das lokale Handwerk, um Ungleichheiten abzubauen

Die Entwicklung des Tourismus in Afrika sollte die Ausbildung von Handwerkern, Reiseführern und lokalen Restaurantbesitzern umfassen. In Marokko beispielsweise florieren Frauenkooperativen dank des Tourismus. Dieses Modell könnte nach Afrika südlich der Sahara, nach Asien oder Lateinamerika exportiert werden, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu stärken.

 9.⁠ ⁠Organisieren Sie Sportveranstaltungen, um die globale Einheit zu fördern

Sport ist eine universelle Sprache. In Afrika könnten länderübergreifende Marathonläufe, wie der zwischen Nairobi (Kenia) und Arusha (Tansania), ein Symbol des Friedens sein. Kontinente wie Europa könnten dieses Modell übernehmen und Rennen durch mehrere Hauptstädte führen lassen.

10.⁠ ⁠Neue Technologien für einen inklusiven digitalen Tourismus nutzen

Digitale Plattformen, die positive Geschichten von Menschen aus aller Welt präsentieren, können den Frieden fördern. Ein afrikanisches Projekt könnte beispielsweise vergessene Kulturstätten kartieren und sie einem weltweiten Publikum virtuell zugänglich machen. Ähnliche Initiativen könnten in Asien, Lateinamerika oder Ozeanien umgesetzt werden.

Diese Vorschläge zielen darauf ab, den Tourismus als universelles Instrument für Dialog und Versöhnung zu positionieren und gleichzeitig die Realitäten und Stärken jedes Kontinents zu berücksichtigen.

Über die Autorin

Dine Mouinoi Bouraime

Herr Dine Bouraima, Präsident und Generaldirektor des Benin Royal Hotel, Präsident des Consortium Touristes Par Millions au Benin und Vizepräsident des African Tourism Board

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