Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat erklärt, sie sei bereit, den Flugverkehr in die Ukraine umgehend wieder aufzunehmen, sobald ein Waffenstillstand mit Russland erreicht sei.
Während der gestrigen Konferenz „Logistik als Motor des Wirtschaftswachstums“ gab Jozsef Varadi, CEO von Wizz Air, bekannt, dass die Fluggesellschaft über eine solide Strategie für die Wiederaufnahme der Flüge in die Ukraine verfüge und diese sofort nach der Erklärung eines Waffenstillstands umsetzen wolle.
Varandi fügte hinzu, dass die Fluggesellschaft beabsichtige, ihren Betrieb in Kiew und Lviv wieder aufzunehmen, mit dem Ziel, dem ukrainischen Markt auf 5 verschiedenen Strecken eine jährliche Kapazität von etwa 60 Millionen Sitzplätzen zur Verfügung zu stellen.
Im Jahr 2021 belegte Wizz Air Berichten zufolge den dritten Platz auf dem ukrainischen Markt und erreichte einen Marktanteil von 10 %. Nach Beginn der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 sperrte das Land seinen Luftraum für zivile Flüge und begründete dies mit erheblichen Sicherheitsrisiken durch den russischen Angriff.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) geht davon aus, dass die Wiedereröffnung des ukrainischen Luftraums nach der Ankündigung eines Waffenstillstands sechs bis acht Wochen dauern könnte. Der Vorstandsvorsitzende von Wizz Air bestätigte, dass die Fluggesellschaft Vorbereitungen trifft, um ihren Betrieb an diesen Zeitrahmen anzupassen und so eine rasche Wiederaufnahme des Flugbetriebs zu ermöglichen.
Die hoffnungsvollen Aussichten von Wizz Air auf einen möglichen Waffenstillstand fallen mit den umfassenderen diplomatischen Bemühungen der USA zusammen, den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden.
Wizz Air Holdings Plc. ist eine ungarische Ultra-Low-Cost-Airline mit Sitz in Budapest, Ungarn. Zu ihren Tochtergesellschaften gehören Wizz Air Hungary, Wizz Air Malta, Wizz Air Abu Dhabi und Wizz Air UK.
Das Flugliniennetz deckt eine große Anzahl von Städten in ganz Europa sowie ausgewählte Standorte in Nordafrika, dem Nahen Osten sowie Süd- und Zentralasien ab.
Ab 2023 betreibt die Gruppe ihre größten Drehkreuze am internationalen Flughafen Budapest Ferenc Liszt, am internationalen Flughafen Bukarest Henri Coandă und am Flughafen London Luton und bedient insgesamt 194 Flughäfen.



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