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IATA-Notfallmaßnahmen bei Flugunfällen

JEJU
Familien des Flugzeugabsturzes auf Jeju verklagen Boeing wegen tödlicher Mängel an veralteten Landesystemen aus den 1960er Jahren
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) hat eine überarbeitete Handbuch für bewährte Verfahren zur Notfallreaktion, die erstmals ausführliche Hinweise zur Familienhilfe enthält.

Familienhilfe ist seit langem eine Anforderung des IATA Operational Safety Audit (IOSA). Seit 2022 sind die Anforderungen an die Familienhilfe als Standard in Anhang 9 (Erleichterung) der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) enthalten, während das ICAO-Dokument 9973 klare Verantwortlichkeiten für Fluggesellschaften, Flughäfen und Bodenabfertiger vorsieht und internationale Standards in die Betreuung betroffener Familien umsetzt.

Das Kapitel zur Familienhilfe im überarbeiteten Handbuch bietet Anleitungen und praktische Tools, die den Betreibern dabei helfen, sowohl die IOSA- als auch die ICAO-Anforderungen zu erfüllen.

Im Falle einer Flugzeugkatastrophe stehen die Familien an erster Stelle

„Unfälle sind selten. Doch wenn sie passieren, sind Menschen betroffen – nicht nur die an Bord, sondern auch die am Boden Wartenden. Betroffene müssen sich unterstützt, informiert und respektiert fühlen. Dieses neue Kapitel wird der Luftfahrtindustrie helfen, diese Erwartungen, wie in den ICAO- und IOSA-Standards dokumentiert, zeitnah und effektiv zu erfüllen“, sagte Nick Careen, Senior Vice President, Operations, Safety and Security der IATA.

Zusätzlich zum Handbuch führt die IATA neue Schulungen zur Familienhilfe ein. Die IATA hat außerdem Simulationsübungen in ihre Kurse zur Notfallreaktionsplanung (ERP) für Fluggesellschaften, Flughäfen und Bodenabfertigungsdienstleister, wodurch die Mitarbeiter an vorderster Front praktische Erfahrungen darin sammeln, Familien in Notfällen Trost und Hilfe zu spenden.

Die wichtigsten Anforderungen des ICAO-Leitfadens, der in das ERP-Handbuch und die Schulung der IATA integriert ist, sind:

• Informieren Sie die Familien rechtzeitig, bevor Sie die Namen der Passagiere der Öffentlichkeit zugänglich machen

• Befähigen Sie die Teams der Fluggesellschaften, Fragen zu beantworten und betroffene Familien mit Informationen zu versorgen

• Ein Familienhilfezentrum einrichten, um wichtige Dienste bereitzustellen

• Entwickeln Sie Verfahren für den Umgang mit persönlichen Gegenständen

• Sorgen Sie für fortlaufenden Kontakt, Schadensabwicklung, Gedenkplanung und Nachbesprechungen mit den Mitarbeitern in den Tagen nach dem Unfall.

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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