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Die IATA warnt vor wachsenden Sicherheitsrisiken durch 5G in der Luftfahrt, da wichtige Schutzmaßnahmen auslaufen.

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Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Die IATA appelliert an die globalen Regulierungsbehörden, Störungen der Funkhöhenmesser von Flugzeugen durch 5G- und zukünftige 6G-Netze zu verhindern, da wichtige Sicherheitsvorkehrungen bald auslaufen. Da robustere Höhenmesser erst in den 2030er-Jahren erwartet werden, warnt der Verband vor einer wachsenden Sicherheitslücke und fordert stärkere, weltweit einheitliche Schutzmaßnahmen.

Die International Air Transport Association (IATA) fordert die globalen Telekommunikationsbehörden nachdrücklich auf, sicherzustellen, dass die expandierenden 5G- und die entstehenden 6G-Netze die Funkhöhenmesser von Flugzeugen und andere kritische Avioniksysteme nicht beeinträchtigen. Sie warnt davor, dass mehrere temporäre Schutzmaßnahmen innerhalb weniger Monate auslaufen und die Fluggesellschaften jahrelang auf robustere Ausrüstung warten müssen.

Der Anruf erfolgt im Vorfeld des Weltfunkkonferenz 2027 (WRC-27)Dort führt die Internationale Fernmeldeunion (ITU) technische Studien durch, um die Frequenzregeln für Telekommunikationsnetze der nächsten Generation festzulegen. Die IATA hat dem Treffen der ITU-Arbeitsgruppe 5B (WP5B), das vom 18. bis 27. November 2025 in Genf stattfand, ein Arbeitspapier vorgelegt, in dem Sicherheitsanforderungen und reale Flugszenarien dargelegt werden, die in die künftige Frequenzpolitik einfließen müssen.

Sicherheit geht vor: IATA fordert realistische Modellierung

Die IATA betont, dass Frequenzspektrumentscheidungen den tatsächlichen Flugbetrieb widerspiegeln müssen, einschließlich Start, Landung, Rollen, Durchstartmanöver, Unwetter, Turbulenzen und Notfallsituationen. Funkhöhenmesser – die im 4.2–4.4-GHz-Band arbeiten – sind in diesen Szenarien unerlässlich, und ihre Genauigkeit kann durch leistungsstarke 5G-Signale in benachbarten Frequenzen beeinträchtigt werden.

Der Verband bekräftigte außerdem seine Position, dass ein Mindestens 35 Fuß (11 m) Die vertikale Trennung zwischen Flugzeugen und terrestrischen 5G-Sendern ist für die Aufrechterhaltung eines sicheren Betriebs unerlässlich.

„Die Vorteile von 5G und 6G dürfen niemals auf Kosten der Flugsicherheit gehen“, sagte Nick Careen, Senior Vice President für Betrieb, Sicherheit und Schutz bei der IATA. „Frequenzentscheidungen müssen auf realen Flugbetriebsabläufen basieren, nicht auf idealisierten Modellen der Telekommunikationsbranche.“

Globale Schutzmaßnahmen laufen aus

In mehreren Ländern wurden freiwillig Maßnahmen zur Schadensbegrenzung wie reduzierte Sendeleistung, Pufferzonen an Flughäfen und nach unten geneigte Antennen angewendet – viele dieser Maßnahmen waren jedoch als vorübergehende Notlösungen gedacht.

  • In KanadaDer Schutz läuft ab 1 Januar 2026.
  • In Australien, sie enden 1 April 2026.
  • Im USADie Regulierungsbehörden bereiten die Versteigerung vor. Oberes C-Band (3.98–4.2 GHz) angrenzend an das Höhenmesserband, wobei die bestehenden Schutzmaßnahmen zur Entfernung vorgesehen sind in 2028.

Erschwerend kommt hinzu, dass störungsresistentere Funkhöhenmesser voraussichtlich erst ab dem 1. Jahrhundert flächendeckend verfügbar sein werden. frühe 2030er-JahreDadurch entsteht laut IATA eine „erhebliche Lücke bei den Schadensbegrenzungsmaßnahmen“.

„Die aktuellen 5G-Sicherheitsmaßnahmen waren nie als langfristige Lösung gedacht“, sagte Careen. „Gleichzeitig werden robustere Funkhöhenmesser erst im nächsten Jahrzehnt bei den Fluggesellschaften verfügbar sein. Die Regulierungsbehörden dürfen nicht davon ausgehen, dass sich die Sicherheit von selbst gewährleistet.“

Mobiltelefone an Bord: Ein separates, aber verwandtes Thema

Während sich die Bedenken hinsichtlich 5G-Interferenzen auf leistungsstarke bodengestützte Sender konzentrieren, weckt das Thema erneut das öffentliche Interesse an einer anderen, seit langem bestehenden Frage: Warum müssen Passagiere immer noch den Flugmodus aktivieren?

Früher schränkten die Aufsichtsbehörden die Handynutzung an Bord ein, da befürchtet wurde, dass Mobiltelefone die Funkgeräte im Cockpit stören oder Bodennetze beeinträchtigen könnten, indem sie sich in großer Höhe mit mehreren Mobilfunkmasten verbinden. Moderne Flugzeuge sind deutlich besser abgeschirmt, und die meisten Behörden erlauben Passagieren mittlerweile, ihre Handys eingeschaltet zu lassen – solange… Flugzeug-Modus aktiviert.

WLAN und Bluetooth an Bord sind weitgehend erlaubt, und einige Fluggesellschaften außerhalb Nordamerikas bieten einen kontrollierten Mobilfunkdienst mit bordeigenen Picozellen an, die die Sendeleistung von Mobiltelefonen begrenzen. Sprachanrufe sind weiterhin weitgehend verboten. aus Gründen der Kabinensicherheit und Lärmschutz, selbst wenn es technisch machbar ist.

Experten betonen, dass die Nutzung von Bordgeräten und externe 5G-Interferenzen grundlegend unterschiedliche Probleme darstellen. Passagierhandys arbeiten mit sehr geringer Sendeleistung, während terrestrische 5G-Sendemasten – insbesondere in Flughafennähe – starke Signale aussenden können, deren Frequenzen nahe an den von Funkhöhenmessern verwendeten Frequenzen liegen.

Ein entscheidender Moment vor der WRC-27

Da sich die Spektrumauktionen beschleunigen und die Schutzmaßnahmen auslaufen, IATA warnt davor, dass die globalen Regulierungsbehörden einen einheitlichen Ansatz verfolgen müssen, um einen Flickenteppich nationaler Richtlinien und uneinheitlicher Sicherheitsmargen zu vermeiden.

Da die Luftfahrtindustrie mit einer mehrjährigen Lücke konfrontiert ist, bis Höhenmesser der nächsten Generation verfügbar sind, argumentiert die IATA, dass klare, langfristige globale Regeln sind essenziell.

„Die Priorität liegt auf dem Schutz der Flugsicherheit in allen Flugphasen“, sagte Careen. „Die WRC-27 muss gewährleisten, dass Telekommunikationsnetze der nächsten Generation und Luftfahrtsysteme sicher nebeneinander existieren können.“

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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