NEW YORK— Jamaikas Tourismussektor tritt unter dem Motto in eine neue Ära des Wandels ein Tourismus 3.0, eine mutige Strategie, die darauf abzielt, das Reiseziel für nachhaltiges Wachstum, verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und größere Vorteile für jamaikanische Arbeitnehmer und Gemeinden neu zu positionieren.
Bei der Eröffnung der Karibikwoche der Karibischen Tourismusorganisation (CTO) am Dienstag in New York hob Tourismusminister Edmund Bartlett die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der jamaikanischen Tourismusbranche hervor und betonte deren Fähigkeit, eine Reihe globaler Störungen zu überwinden und gleichzeitig weiterhin starke Ergebnisse zu erzielen.
„In jedem einzelnen Fall hat sich die wahre Widerstandsfähigkeit, die das Wesen des Tourismus in Jamaika ausmacht, gezeigt“, sagte Minister Bartlett zu den Delegierten. „Diese Störungen haben uns zwar etwas geschwächt, aber sie haben den Geist der Jamaikaner nicht gebrochen.“
Der Minister verwies auf Jamaikas robuste Erholung nach der COVID-19-Pandemie und merkte an, dass die Insel innerhalb eines Jahres nach der Wiederöffnung ihrer Grenzen mehr als eine Million Besucher empfangen und 1.5 Milliarden US-Dollar an Tourismuseinnahmen generiert habe.
Er ging auch auf die ambitionierte Wachstumsstrategie des Landes ein, die unter dem Motto „5 x 5 x 5“ steht und darauf abzielt, innerhalb von fünf Jahren fünf Millionen Besucher anzulocken und fünf Milliarden US-Dollar an Tourismuseinnahmen zu generieren. Vor den globalen Turbulenzen auf den internationalen Reisemärkten hatte Jamaika bereits in nur vier Jahren 4.5 Millionen Besucher und 4.3 Milliarden US-Dollar an Einnahmen erzielt.

„Jetzt ist es Zeit für ein Umdenken“, erklärte Bartlett. „Dieses Umdenken hat im Rahmen des Tourismus-3.0-Konzepts begonnen.“
In Menschen investieren
Im Zentrum von Tourism 3.0 steht eine erneute Betonung der Entwicklung des Humankapitals, wobei Schulung, Zertifizierung und Professionalisierung als entscheidende Säulen für den zukünftigen Erfolg des Sektors identifiziert wurden.
Durch das Jamaica Center of Tourism Innovation (JCTI) haben in den vergangenen sieben Jahren mehr als 25,000 Tourismusmitarbeiter Schulungen und Zertifizierungen erhalten, wodurch die Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte gestärkt und die Servicestandards in der gesamten Branche angehoben wurden.
Das Tourismusministerium hat zudem zwei spezialisierte Akademien für Gastronomie und Unterhaltung gegründet und damit neue Wege für berufliche Weiterentwicklung und Führungskräfteentwicklung geschaffen. Bartlett gab den Abschluss des ersten Jahrgangs jamaikanischer Executive Sous Chefs bekannt und bezeichnete dies als wichtigen Meilenstein für die Förderung lokaler Talente in leitende Positionen der Gastronomie.
„Wir stellen sicher, dass jamaikanische Fachkräfte ihren rechtmäßigen Platz in der Führungsriege des Sektors einnehmen“, sagte er.
Stärkung des Arbeitnehmerwohls
Der Minister hob außerdem Initiativen hervor, die darauf abzielen, das Wohlergehen und die langfristige Sicherheit von Beschäftigten im Tourismussektor zu verbessern.
Seit ihrer Einführung vor zweieinhalb Jahren hat die Tourismusarbeiter-Pensionskasse rund 6 Milliarden J$ an Ersparnissen angehäuft und bietet damit ein wichtiges finanzielles Sicherheitsnetz für Tausende von Mitarbeitern in der gesamten Branche.
Darüber hinaus treibt das Ministerium seine Bemühungen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Tourismusarbeiter weiter voran, da es den Zugang zu qualitativ hochwertigem Wohnraum als wesentlichen Bestandteil einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und der Stabilität der Arbeitskräfte anerkennt.
Eine inklusivere Tourismuszukunft
Tourism 3.0 stellt einen umfassenden Ansatz zur Stärkung des jamaikanischen Tourismusprodukts dar, der gleichzeitig sicherstellt, dass die Vorteile des Branchenwachstums breiter unter den Bürgern und Gemeinden verteilt werden.
Angesichts der sich ständig weiterentwickelnden globalen Tourismuslandschaft zeigte sich Bartlett zuversichtlich, dass Jamaikas bewährte Widerstandsfähigkeit, gepaart mit strategischen Investitionen in die Bevölkerung, Innovation und soziale Entwicklung, die Insel für eine neue Ära des Erfolgs positionieren wird.
„Bei Tourism 3.0 geht es darum, einen stärkeren, intelligenteren und integrativeren Tourismussektor aufzubauen, der unsere Bevölkerung in den Mittelpunkt der Entwicklung stellt und sicherstellt, dass die Vorteile des Tourismus breiter als je zuvor verteilt werden“, schloss Bartlett.



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