Diese in ihrer Art einzigartige Veranstaltung konzentrierte sich auf den ökologisch nachhaltigen Wandel von Modemarken, Design, Made in Italy und Tourismus. Es wurden zahlreiche Gäste, Ausstellungen und öffentliche Workshops organisiert, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen zu schärfen.
Koorganisation mit europäischen Institutionen
Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission organisiert, um die Vorreiterstrategie der EU zu unterstreichen, sich als globaler politischer Entscheidungsträger im Bereich Nachhaltigkeit zu positionieren. Zu den Teilnehmern zählten der Bürgermeister von Rom, 100 Redner aus 17 verschiedenen Ländern, mehrere italienische Minister, internationale Meinungsführer und Branchenexperten.
Intervention von Tourismusministerin Daniela Santanchè
Tourismusministerin Daniela Santanchè sprach auf dem Tourismuspanel und betonte den intrinsischen Zusammenhang zwischen Tourismus und Nachhaltigkeit. Sie betonte die Bedeutung von Veranstaltungen wie der Phygital Sustainability Expo für die Vorhersage zukünftiger Trends. Aktuelle ISTAT-Daten zeigen, dass 2023 mit über 134 Millionen Ankünften und 451 Millionen Übernachtungen ein Rekordjahr für den italienischen Tourismus war. Dieser Erfolg ist den Bemühungen der Regierung von Präsident Meloni und der gemeinsamen Arbeit der Betreiber und Arbeitnehmer des Sektors zuzuschreiben. Die Ministerin betonte die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovationen, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit, und erwähnte einen neu zugewiesenen Fonds von über 5 Millionen Euro für nachhaltigen Tourismus. Die Notwendigkeit einer grünen Revolution. Die Bekleidungsindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen, wenn es darum geht, Wirtschaftswachstum mit ökologischer Nachhaltigkeit und Arbeitnehmerrechten in Einklang zu bringen. Ministerin Santanchè betonte die Notwendigkeit einer „grünen Revolution“, um Produktionsmethoden, Rohstoffsammlung und bekannte Modelle der Kleidungsnutzung zu überdenken. Die Phygital Sustainability Expo spielt eine entscheidende Rolle im nachhaltigen Übergangsprozess.
Eröffnungsrede und Nachhaltigkeitsbemühungen der EU
Valeria Mangani, Präsidentin der Sustainable Fashion Innovation Society, eröffnete die Veranstaltung. Carlo Corazza, Direktor des Büros des Europäischen Parlaments in Italien, und Antonio Parenti, Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in Italien, betonten die Fortschritte der EU bei der Erreichung von Netto-Null-Kohlenstoffemissionen bis 2050, einem zentralen Ziel des europäischen Green Deals.

Die Zukunft einkleiden
Valeria Mangani erläuterte die Bedeutung der Veranstaltung und ihrer Innovationen. Die Modebranche, eine der größten weltweit mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7.31 % (2021-2025), hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt als Hauptquelle von Treibhausgasemissionen, darunter CO2 und andere Schadstoffe. Die Branche produziert über 92 Millionen Tonnen Abfall und verbraucht jährlich 79 Billionen Liter Wasser, womit sie den zweiten Platz bei der Nutzung von Wasserressourcen einnimmt und Wasserverschmutzung verursacht.
Der Modemarkt wird auf über 1.3 Billionen Euro geschätzt und beschäftigt weltweit über 290 Millionen Menschen. Angetrieben wird er durch „Fast Fashion“, die zu einem exponentiellen Produktionsanstieg geführt hat. Heute werden etwa 100 Milliarden Stücke verkauft, eine Steigerung von 400 % gegenüber vor zwanzig Jahren. Bis 2050 wird sich diese Menge voraussichtlich verdreifachen. Verbraucherverhalten und Qualität statt Quantität
Mangani schloss mit einem Grundsatz: Kaufen Sie weniger in der Menge, aber mehr in der Qualität. Das mag zunächst teurer erscheinen, spart aber auf lange Sicht Geld. Wenn Sie im E-Commerce günstige Outfits kaufen und diese anschließend zurückgeben, müssen Sie beachten, dass diese Retouren nicht auf dem Markt weiterverkauft werden können.
Wissenschaftliche Forschung und Veröffentlichung
Diese Statistiken sind Teil der neuen wissenschaftlichen Publikation „Dressing the Future: Vital Interactions as a Source of Innovation. The Case of the Sustainable Fashion Innovation Society“, die in Zusammenarbeit mit der Sapienza-Universität in Rom erstellt und von Giappichelli veröffentlicht wurde. Die Publikation wurde auf der Phygital Sustainability Expo vorgestellt. An der Studie waren 36 Unternehmen aus acht verschiedenen Ländern und zehn Branchen (darunter Mode, Luxus, Tourismus, Energie, Unterhaltung sowie Lebensmittel und Getränke) beteiligt, zusammen mit zwei internationalen Institutionen, drei nationalen Institutionen, dem Ministerium für Made in Italy, zehn multinationalen Unternehmen und zwanzig hochinnovativen Fashion-Tech-Startups.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsinstrument
Für Modeunternehmen ist Nachhaltigkeit nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch ein Wettbewerbsinstrument, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, da sich das Verbraucherverhalten hin zu verantwortungsvolleren Praktiken ändert. Die Europäischen Generalstaaten für Nachhaltigkeit dienen als internationale Bühne, auf der Unternehmen – nicht nur Marken, sondern auch Zulieferer – ihre Innovationen ankündigen, beispielsweise neue Stoffe, Materialien oder Leder, die vollständig aus Pflanzen hergestellt werden.
Erstellen eines Netzwerks
Ziel der Expo ist es, neue Produktionen vorzustellen und Treffen zwischen politischen Entscheidungsträgern, darunter Ministern, Parlamentariern, Mitgliedern der Europäischen Kommission, Marken, Fertigungsunternehmen und Startups zu ermöglichen. So soll ein Netzwerk entstehen, das in Italien bisher fehlte. Dieses Netzwerk ist ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Institutionen und Produktion.
Nachhaltigkeitspolitik und Produzentenverantwortung
Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament werden Nachhaltigkeitsrichtlinien entwickeln, die von den Unternehmen Zeit und Geld erfordern. Ein Beispiel ist das Gesetz zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), eine Umweltrichtlinie, die Hersteller für die Phase nach dem Verbrauch ihrer Produkte, einschließlich der Abfallbewirtschaftung, verantwortlich macht.
Nachhaltigkeitsausstellungen und -Workshops
Zehn italienische Marken präsentierten nachhaltige Kleidung in einer von der FAO organisierten Bildungsausstellung auf den Terrassen der Trajansmärkte. Außerdem gab es einen Workshop zu altem Handwerk, wie etwa der Handschuhherstellung von Unic-Concerie Italiane, und der Wiedereinführung von Pflanzenfasern wie Hanf und Seide. Der erste International Cotton Table und Weltpremieren wurden von Unternehmen präsentiert, darunter der Radici Group, die einen Jahresumsatz von 1.5 Milliarden Euro erzielt.
Stärkung Made in Italy
Im Panel „MIMIT – Stärkung von „Made in Italy“: Exzellenz und strategische Lieferketten“ untersuchte Federico Eichberg, Kabinettschef des Ministeriums für Unternehmen und „Made in Italy“, wie „Made in Italy“, das traditionell mit Mode, Design und Gastronomie in Verbindung gebracht wird, für die Entwicklung kultureller, kreativer und touristischer Unternehmen von entscheidender Bedeutung wird.
Nachhaltiger Tourismus als Wirtschaftskatalysator
Das Panel diskutierte, wie nachhaltiger Tourismus als Katalysator für Wirtschaftswachstum wirken, der Umwelt zugutekommen und „Made in Italy“ im Ausland fördern kann. Tourismusministerin Daniela Garnero Santanchè und Lorenzo Galanti, Generaldirektor der ITA-Agentur für die Förderung im Ausland und die Internationalisierung italienischer Unternehmen, diskutierten innovative Strategien zur Förderung eines verantwortungsvollen Tourismus, der nachhaltige Praktiken integriert. Sie betonten, dass die Exporte „Made in Italy“ bis Ende 2022 620 Milliarden Euro erreichten, was einer Steigerung von 19.8 % entspricht. Dieses bemerkenswerte Ergebnis ist auf die Aufwertung italienischer Produkte und ihre Anpassungsfähigkeit an ein nachhaltiges Tourismus- und Handelsmodell zurückzuführen.

Revitalisierung historischer und kultureller Stätten
Minister Galanti betonte die Bedeutung des nachhaltigen Tourismus für den Umweltschutz und die Verbesserung des touristischen Erlebnisses durch italienische Gastfreundschaft. Er konzentrierte sich auf das touristische Potenzial der historischen und kulturellen Dörfer Italiens, das noch weitgehend unentdeckt ist.
Effizienter und nachhaltiger Transport
Das Panel „Effizienter, sicherer und umweltfreundlicher Transport auf dem Weg zur CO2-Neutralität: Utopie oder Realität?“ beleuchtete den aktuellen Stand und die Perspektiven des Transportsektors und betonte die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, grünen Mobilität und nachhaltigen Finanzierung für die Entwicklung innovativer Wertschöpfungsketten in diesem Sektor mit direkten Auswirkungen auf den Tourismus.
Lorenzo Pireddu, General Manager von Uber Italien, kündigte neue Vereinbarungen mit italienischen Taxiunternehmen zunächst in Rom und Mailand an.
Herausforderungen im öffentlichen Verkehr
Ing. Oliviero Tahir, CEO und Gründer von Safe Industries, diskutierte die Herausforderungen und Chancen im öffentlichen Verkehrssektor in Italien und konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Sicherheit. Die Diskussion unterstrich die Rolle der Nachhaltigkeit als integrierte Komponente in Strategien zur Tourismusentwicklung und betonte die Notwendigkeit erheblicher Änderungen bei Konsummodellen, Lieferketten und Managementsystemen, um eine verantwortungsvolle und widerstandsfähige Zukunft des Tourismus zu gewährleisten.
Fazit von Valeria Mangani
Die Phygital Sustainability Expo erwies sich erneut als wichtige Plattform für verantwortungsvolle Innovationen. Valeria Mangani betonte, dass die Veranstaltung auch ein entscheidender Moment sei, um darüber nachzudenken, wie Mode, Tourismus und andere für die Entwicklung des Landes wichtige Branchen bedeutende globale Veränderungen fördern können. Mit der Unterstützung des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission wird der Grundstein für eine Zukunft gelegt, in der der Tourismus das kulturelle und natürliche Erbe als wertvolle und unersetzliche Güter nicht nur respektiert, sondern auch fördert und schützt.
Redner und Themen Zu den namhaften Rednern zählten Khaby Lame, der über Antirassismus-Kampagnen sprach, Umweltminister Pichetto Fratin zum Tag der Umwelt und Heinz Beck, der über nachhaltige Küche und die Kandidatur der italienischen Küche als UNESCO-Welterbe sprach.




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