Die Lufthansa Group und Air India haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um ihre Partnerschaft zu vertiefen und den Weg für ein künftiges Joint Business Agreement zu ebnen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den schnell wachsenden Luftfahrtmärkten Europas und Indiens auszubauen.
Die von Carsten Spohr, dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Group, und Campbell Wilson, dem Vorstandsvorsitzenden von Air India, unterzeichnete Vereinbarung zielt darauf ab, neue Wachstumschancen zu nutzen, die sich aus dem kürzlich abgeschlossenen Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien ergeben. Da der bilaterale Warenhandel bereits ein Volumen von rund 180 Milliarden Euro jährlich erreicht, sehen beide Fluggesellschaften in engeren Wirtschaftsbeziehungen einen Katalysator für eine gesteigerte Nachfrage nach Flugreisen und den Ausbau ihres Streckennetzes.
Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die Fluggesellschaften der Lufthansa Group – darunter Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und ITA Airways – mit Air India und Air India Express zusammenarbeiten, um die Verbindungen zu verbessern, Flugpläne aufeinander abzustimmen und gemeinsame Marketingaktivitäten auszuweiten. Die Kooperation soll die Umsteigezeiten verkürzen, Vielfliegervorteile besser integrieren und Passagieren auf Flügen zwischen Europa und Indien ein reibungsloseres Reiseerlebnis bieten.
Aktuell bieten die Partner Codeshare-Flüge auf 146 Strecken in 22 Ländern an und verbinden damit 15 indische und 27 europäische Ziele. Lufthansa bedient bereits mehrere Strecken von Frankfurt und München zu wichtigen indischen Städten wie Delhi, Mumbai, Bangalore und Hyderabad, während Air India Langstreckenflüge zu verschiedenen europäischen Drehkreuzen anbietet.
Führungskräfte beider Fluggesellschaften bezeichneten die Absichtserklärung als Meilenstein, der die bestehende Partnerschaft der Star Alliance stärkt und langfristiges Wachstum fördert. Das geplante Joint-Venture-Abkommen steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden und Kartellbehörden. Weitere Details zu Strecken und Märkten werden nach Abschluss der Verhandlungen erwartet.




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