Die Lufthansa Group organisiert die Zusammenarbeit im Konzern neu. Die Veränderungen betreffen nicht nur die Organisationsstruktur, sondern vor allem auch die Prozesse, das Finanzmanagement und die konzernübergreifende Zusammenarbeit. Dadurch rücken die Airlines im Konzern enger zusammen und können künftig noch integrierter agieren. Ziel ist es, die Marktposition insbesondere der Hub-Airlines Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines zu stärken und auszubauen. Zudem sollen Effizienz und Profitabilität gesteigert werden.
Klar definiert ist, dass die Fluggesellschaften weiterhin eigenverantwortlich über das Kundenerlebnis ihrer Gäste entscheiden. Dies gilt beispielsweise für das Bordprodukt, das Catering, die Lounges in den Heimatmärkten und den Passagierservice. Auch die Steuerung des jeweiligen Flugbetriebs und der operativen Flugdienste bleibt bei den Hub-Airlines.
Auch in für Passagiere weniger sichtbaren Bereichen wird die Zusammenarbeit der Airlines innerhalb des Konzerns noch stärker integriert und vernetzt, wie dies bereits im Bereich Loyalty mit „Miles and More“ oder bei der Weiterentwicklung der preisgekrönten Kunden-App der Fall ist. Die App wurde zentral im Konzern entwickelt, Design und Angebote sind jedoch auf die jeweiligen Airlines zugeschnitten.
Auch das Netzwerkmanagement für Kurz- und Mittelstreckenflüge aller Hub-Airlines wird künftig konzernweit gesteuert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Airlines. Für die Langstreckenangebote ist dieses Modell bereits seit zehn Jahren erfolgreich etabliert. Damit wird die Steuerung des gesamten kommerziellen Angebotsmanagements nun in der Verantwortung konzernweiter Airline-Funktionen gebündelt. Gäste, die bereits heute mit mehreren Konzerngesellschaften reisen, profitieren von einem noch besser abgestimmten Leistungsangebot. Zudem steigt die Effizienz und Entscheidungen können schneller getroffen werden.
Die Zusammenarbeit im Konzern wird künftig maßgeblich über sogenannte „Group Function Boards“ gesteuert. Diese Gremien setzen sich aus Vertretern der Airlines und der Konzernfunktionen zusammen. Unter dem Vorsitz des jeweils zuständigen Konzernvorstands werden Themen transparent und gemeinschaftlich diskutiert, bewertet und entschieden. Im Hub Steering Board sind dies beispielsweise vor allem kundenrelevante Themen. Zusätzlich ist in den Gremien für das Finanzmanagement ein „Functional Financial Controller“ vertreten. Insgesamt wird es vier „Group Function Boards“ geben: Hub Steering, Technologie, Personal und Finanzen.
Um Digitalisierung und Innovation weiter zu stärken, werden die IT-Funktionen in der von CTO Grazia Vittadini geleiteten Abteilung gebündelt. Darüber hinaus werden die digitalen Einheiten und Kompetenzen aus dem „Digital Hangar“ mit der „Innovation & Tech Factory“ in einer neuen, zentralen Rolle gebündelt, um den technologischen Fortschritt der Lufthansa Group voranzutreiben. Durch diese Weiterentwicklung entsteht konzernweite zentrale Digitalkompetenz in den Bereichen Operations, Customer, Commercial und Corporate.




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