Mallorca ist eine Mischung aus Natur, Kultur und Authentizität. Das ist Wunschdenken in der PR-Marketingkampagne der spanischen Insel, die für ihren Alkoholreichtum, Partys, einen höheren Anteil an Deutschen als Einheimischen und natürlich Sand und Spaß bekannt ist.
Von der majestätischen Serra de Tramuntana bis hin zu malerischen Küsten- und Binnendörfern erstrahlen die Landschaften das ganze Jahr über in neuem Glanz, während das unverwechselbare Licht und die Düfte der Insel alle Sinne wecken. Mallorca ist von Natur aus einladend und möchte, dass sich jeder Besucher wie zu Hause fühlt. Mallorca Tourismus zielt auf potenzielle und kaufkräftige Besucher in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ab, da Kultur und Tourismus für imagebewusste Reisende im Nahen Osten von entscheidender Bedeutung sind.
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Imageerhaltung ist eine Sache, aber der Spaß bleibt für alle bestehen, daher ist die folgende Nachricht des Tourismusverbandes gut zu wissen:
Doch Mallorca ist nicht nur ein Paradies für die Sinne; es ist ein Gebiet, das sich seiner Identität und dem Schutz des über Generationen überlieferten Erbes verpflichtet fühlt. So soll sichergestellt werden, dass das Mallorca von morgen die Qualitäten bewahrt, die es seit jeher einzigartig machen. Heute entwickelt sich die Insel zum Vorreiter einer neuen, bewussten Tourismuskultur.
Mit der Fundació Turisme Responsable de Mallorca – die kürzlich umbenannt wurde, um ihr Engagement für dieses neue Modell zu unterstreichen – bekräftigt die Insel ihr langfristiges Engagement für den Erhalt und die Förderung ihres unschätzbaren natürlichen, kulturellen und sozialen Erbes. Im Mittelpunkt dieser Mission stehen Respekt, gemeinsame Verantwortung und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften. Ziel ist es, sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen von Mallorquinern den einzigartigen Charakter der Insel genießen können.
Durch die Förderung von Partnerschaften mit dem privaten Sektor und die Einführung transformativer Initiativen, die sowohl Einheimische als auch Besucher einbeziehen, baut Mallorca ein Tourismusmodell auf, das auf Gerechtigkeit, Verwurzelung und Umweltschutz basiert. Diese Vision wird durch einen klaren Fahrplan verkörpert: das Versprechen, ein Manifest für verantwortungsvollen Tourismus, das jeden Schritt mit den Prinzipien gegenseitigen Respekts und gemeinsamer Verantwortung begleitet.
Mallorca kämpft wie so viele spanische, italienische und andere Reiseziele mit Overtourism. Derselbe Trend ist auch auf Hawaii zu beobachten, wo Tourismusverbände versuchen, nur kaufkräftige Besucher anzulocken, was zu niedrigeren Besucherzahlen führt. Daher dürfte Mallorcas Ansatz Deutsche, Briten und andere Massentouristen nicht davon abhalten, dieses Reiseziel als unattraktiv zu betrachten. Natürlich sind Geschäfte immer nötig – es sei denn, die Insel zieht viele kaufkräftige Reisende an, sodass Restaurants, Geschäfte und Hotels ihre Preise erhöhen können, was die Ankunft ihrer derzeitigen Gäste verhindern könnte.
Nach COVID begann man mit ähnlichen Bemühungen, US-Besucher mit Nonstop-Flügen aus den Vereinigten Staaten anzulocken. Amerikanische Reisende bleiben kürzer und geben im Vergleich zu ihren deutschen Touristen deutlich mehr Geld aus.
Mit diesem Fahrplan konzentrieren sich alle Anstrengungen und Ressourcen auf den Schutz und die Aufwertung des kollektiven Schatzes Mallorca. Die Transformation der Insel geht über Umweltbelange hinaus – sie ist auch struktureller und strategischer Natur. Mallorca übernimmt eine Führungsrolle, indem es Innovation, Unternehmertum und digitale Technologien als Schlüsselfaktoren für ein neues Tourismusmodell nutzt. Zentrale Konzepte wie Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung werden aktiv integriert, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und ein Reiseziel zu schaffen, das den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft gewachsen ist.
Das Manifest erklärt Mallorca zu einem gemeinsamen Zuhause, ob für ein paar Tage oder ein Leben lang. Es ruft alle dazu auf, die Insel mit dem gleichen Respekt zu pflegen, den wir dem entgegenbringen, was wir am meisten lieben: verantwortungsvoll und nachhaltig, und so einen sinnvollen Wandel in der Beziehung zwischen Reisenden und Reiseziel zu fördern.
Das Versprechen betont, dass kleine Taten einen großen Unterschied machen können, vom Verzicht auf Abfälle in der Natur über die Nutzung geeigneter Recyclingstellen bis hin zum Aufsammeln von Müll an Stränden oder Wanderwegen, auch wenn es sich nicht um den eigenen handelt. Besucher werden dazu angehalten, markierte Wege, die Artenvielfalt an der Küste und die Meeresökosysteme zu respektieren und sicherzustellen, dass die Tierwelt ungestört bleibt.
Es wird interessant sein herauszufinden, ob diese hochdotierte Euro-Kampagne die Besucherdemografie verändern kann.





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