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Melanompatienten könnten unnötige Operationen und Komplikationen vermeiden

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Heute gab SkylineDx bekannt, dass ihr Merlin-Test für Melanompatienten in der Lage gewesen wäre, über 59 % der mit Operationen verbundenen Komplikationen zu reduzieren, indem Patienten von einer Operation ausgeschlossen wurden. Der im Handel erhältliche Merlin-Test identifiziert Melanompatienten, die sicher auf eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (SLNB) verzichten können, ein Verfahren, das zur Bestimmung der metastatischen Ausbreitung des Krebses für Staging-Zwecke verwendet wird. Bei etwa 80 % der Patienten ist die Biopsie negativ auf Metastasen und hätte daher vermieden werden können. Merlin adressiert einen wichtigen ungedeckten klinischen Bedarf, indem es diese Patienten mit einem geringen Metastasierungsrisiko bei der Diagnose identifiziert und somit nicht nur unnötige Operationen, sondern auch damit verbundene Komplikationen reduzieren kann. Die Ergebnisse wurden in einer von Experten begutachteten und wissenschaftlichen Zeitschrift, dem International Journal of Dermatology, veröffentlicht.

Die Autoren untersuchten die Komplikationsrate im Zusammenhang mit dem SLNB-Verfahren. Für insgesamt 558 Patienten wurden elektronische Patientenakten analysiert, um Komplikationen im Zusammenhang mit der Operation zu bestimmen. Ihre Daten zeigen, dass SLNB-bedingte Komplikationen relativ häufig sind, da 17.4 % mindestens eine Komplikation entwickelten. Die häufigsten Komplikationen waren Serome (9.3 %), Infektionen/Zellulitis (4.8 %) und Lymphödeme (4.3 %). Darüber hinaus suchten sechs Patienten (1.1 %) innerhalb von 30 Tagen nach der Operation Hilfe in der Notaufnahme eines Krankenhauses auf und neun Patienten (1.6 %) wurden innerhalb von 30 Tagen nach der Operation wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Von den 558 Patienten hatten 279 (51 %) ein Merlin-Test-Low-Risk-Ergebnis. Das Weglassen der SLNB-Operation bei diesen 279 Patienten hätte die Komplikationen in dieser Kohorte um 59.2 % verringert.

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Chefredakteurin von eTurboNew ist Linda Hohnholz. Sie arbeitet in der eTN-Zentrale in Honolulu, Hawaii.

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