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Erstmals Plastikpartikel im Blut gefunden

Geschrieben von Herausgeber

Umfragen unter der britischen Öffentlichkeit haben ergeben, dass 77 Prozent der Meinung sind, dass dringend weitere Untersuchungen durchgeführt werden sollten, um die durch Plastik verursachten Gesundheitsschäden festzustellen.  

Diese Umfrage von Common Seas folgt der jüngsten Enthüllung aus einer wissenschaftlichen Arbeit, die von dem Sozialunternehmen in Auftrag gegeben und im März veröffentlicht wurde und zeigt, dass Mikroplastik in das Blut von fast 8 von 10 untersuchten Menschen gelangt ist. 

Wissenschaftler, die diese Forschung an der Vrije Universiteit in Amsterdam durchgeführt haben, sind besorgt, dass das Vorhandensein von Plastik das Potenzial hat, Krankheitserreger und schädliche Chemikalien in den Körper einzuführen und aufzunehmen. 

Angesichts dieser Veröffentlichung machen sich fast 60 Prozent der Bevölkerung Sorgen darüber, was das Vorhandensein dieses Mikroplastiks im menschlichen Blut für ihre Gesundheit bedeuten wird.  

Die Enthüllungen aus dieser Umfrage, die die Besorgnis der Öffentlichkeit über die Auswirkungen von Plastik auf die menschliche Gesundheit hervorheben, unterstützen die Blood Type Plastic Campaign von Common Seas, in der die britische Regierung aufgefordert wird, einen neuen National Plastic Health Impact Research Fund in Höhe von 15 Millionen £ einzuführen.  

„Letzte Woche haben wir herausgefunden, dass die Mehrheit von uns Plastik im Blut hat, und unsere Umfragen zeigen, dass die Öffentlichkeit mehr Forschung wünscht“, erklärt Jo Royle, CEO von Common Seas. „Dieser wichtige Forschungsbereich ist stark unterfinanziert.  

„Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, was all dieser Kunststoff mit unserem Körper macht, und die Öffentlichkeit verlangt, mehr darüber zu erfahren. Da sich die Kunststoffproduktion innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppeln wird, wird das Risiko für die Weltbevölkerung nur noch zunehmen. Der Bedarf an weiterer Forschung ist dringend. Wenn die Regierung 15 Millionen Pfund, nur 0.1 Prozent der jährlichen britischen F&E-Finanzierung, für gezielte Forschung zu diesem Thema bereitstellen würde, hätten wir ein viel besseres Verständnis dafür, was dies für die menschliche Gesundheit bedeutet.“  

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Chefredakteurin von eTurboNew ist Linda Hohnholz. Sie arbeitet in der eTN-Zentrale in Honolulu, Hawaii.

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