Die Strafverfolgungsbehörden in Russland untersuchen den Diebstahl eines großen Metalls Eisenbahn Brücke mit einem Gewicht von etwa 60 Tonnen in der Region Rjasan, etwa 200 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Moskau.
Das Verschwinden der Stahlbrücke, die als „massives Bauwerk aus der Sowjetzeit“ beschrieben wird, wurde erstmals vor zwei Tagen bekannt. Man geht davon aus, dass die Brücke für 1.3 Millionen Rubel (etwa 15,000 Dollar) als Schrott verkauft wurde.
Der ursprüngliche Wert der Brücke belief sich auf 300 Millionen Rubel (etwa 3.5 Millionen Dollar).
Die örtliche Eisenbahngesellschaft hatte die gestohlene Brücke offenbar privatisiert und alle erforderlichen Dokumente zum Nachweis des Eigentums vorgelegt. Dennoch behauptete eine Gruppe nicht identifizierter Personen, Dokumente gefunden zu haben, die darauf hinwiesen, dass die Brücke „herrenlos“ sei, was sie dazu veranlasste, sie abzubauen, als die Verhandlungen mit dem rechtmäßigen Eigentümer scheiterten.
Die Abbauarbeiten dürften mehrere Tage gedauert haben. Der rechtmäßige Eigentümer der Brücke, der mit den Dieben bekannt war, forderte daraufhin die Polizei auf, die Situation zu untersuchen.
Gestern gab die örtliche Polizei eine Erklärung heraus, in der sie bestätigte, dass sie vor über einer Woche einen Bericht über das Verschwinden einer nicht mehr funktionsfähigen Metallkonstruktion einer Eisenbahnbrücke erhalten habe. Sie gab außerdem an, dass eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet worden sei.
Der Tatort wurde auf Fotos festgehalten, die von einem Telegram Kanal, der nur zwei massive Betonpfeiler zeigt, alles, was von der Brücke übrig geblieben ist, die hoch über einem seichten Fluss aufragt.
Anschließend tauchten die Überreste der 60 Tonnen schweren Brücke auf einer nahegelegenen Altmetallsammelstelle auf, wie der Telegrammkanal Russian Mash berichtete. Der Kanal gab an, dass der Dieb der Brücke 1.3 Millionen Rubel (15,000 Dollar) für das Metall erhalten habe.
Nach Angaben der örtlichen Polizei war die Brücke nicht in Betrieb und die Eisenbahn unterstand weder der örtlichen Regierung noch anderen staatlichen Stellen. Die Anwohner nutzten die Brücke offenbar als bequemen Weg, um benachbarte Siedlungen zu erreichen.
Der jüngste Raubüberfall war nicht das erste Verbrechen dieser Art in Russland. Metallgegenstände sind aufgrund ihres Schrottwerts ein beliebtes Diebstahlsziel und stellen in Russland schon seit langem ein Problem dar.
Bereits 2019 erbeuteten mutmaßliche Metalldiebe in der russischen Arktisregion Murmansk eine 23 Meter lange und 56 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke.
Und 2017 detonierte eine zehn Meter lange Flugabwehrrakete aus der Sowjetzeit in einer Recyclinganlage, nachdem sie als Altmetall verkauft worden war.




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