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Königlicher Aufschrei wegen Gaza: Belgiens König hat GENUG

KÖNIG ALBERT
Bildschirmfoto
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Gaza wird belagert, ausgehungert, bombardiert und ausgelöscht – während ein Großteil der Welt weiterhin schweigend oder rechtfertigend mitschuldig bleibt. Doch heute… sagte Belgien: Es reicht!

Am Montag, dem Vorabend des belgischen Nationalfeiertags, hielt König Philippe eine seltene und scharf formulierte Rede, in der er die humanitäre Krise in Gaza verurteilte und ein sofortiges Ende der Gewalt forderte. Wäre er noch Student an der Stanford University, hätte er unter der aktuellen US-Regierung für diese Aussage verhaftet und abgeschoben werden können.

„Ich schließe mich all jenen an, die die schweren humanitären Missstände in Gaza anprangern, wo unschuldige Zivilisten – gefangen in ihrer Enklave – verhungern und unter den Bomben umkommen. Die aktuelle Situation dauert schon viel zu lange an. Das ist eine Schande für die Menschheit“, sagte der belgische Monarch.

„Wir unterstützen den Aufruf des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, dieser unerträglichen Krise sofort ein Ende zu setzen“, fügte er hinzu.

Ausländische Medien wiesen darauf hin, dass dies die bisher deutlichste Stellungnahme des Königs zum Konflikt sei. Frühere Äußerungen des Königs zum Nahen Osten und zu Israels Vorgehen fielen deutlich zurückhaltender aus.

Belgien begeht seinen Nationalfeiertag am 21. Juli und erinnert damit an den Tag im Jahr 1831, als König Leopold I. seinen Amtseid ablegte und der erste Monarch des Landes wurde, ein Jahr nachdem Belgien seine Unabhängigkeit von den Niederlanden erlangt hatte.

Im politischen Bereich besteht das Handeln des Königs nicht darin, persönliche Macht ohne die Mitwirkung der Minister auszuüben. Der König interagiert mit den Akteuren der politischen Arena, indem er Fragen stellt, Meinungen äußert, Vorschläge macht, warnt und ermutigt.

Seine Perspektive ist geprägt von Kontinuität, langfristigen Zielen und großen Projekten, die Land und Staat in Angriff nehmen müssen. Der König übt seinen Einfluss durch den Dialog mit allen am politischen Entscheidungsprozess Beteiligten aus.

Dies ermöglicht dem König regelmäßige Treffen mit politischen Entscheidungsträgern und Vertretern verschiedenster Sektoren. Diese Kontakte, deren Inhalt vertraulich bleibt, sind für ihn eine wertvolle Informationsquelle und ein Mittel, seinen Einfluss geltend zu machen.

Der König ist der erste Kronprinz, der keine Privatschule besuchte, sondern eine klassische und zweisprachige Ausbildung an belgischen Grund- und weiterführenden Schulen absolvierte. 1978 begann er als Prinz Philippe sein Studium an der Königlichen Militärakademie Belgiens. Da er sich seit seiner Kindheit für die Luft- und Raumfahrt interessierte, entschied er sich für den Eintritt in die Luftwaffe, wo er eine Ausbildung zum Kampfpiloten absolvierte. Seine militärische Ausbildung schloss er mit einem Zertifikat als Fallschirmspringer und Kommando ab.

Anschließend setzte er sein Studium im Ausland fort. Nach einem Trimester an der Oxford University im Vereinigten Königreich und zwei Jahren an der Stanford University in den USA erlangte er einen Master in Politikwissenschaft.

Die Bedeutung und Wirkung dieses politischen Handelns des Königs variieren je nach den Umständen und dem Tempo des öffentlichen Lebens. Sie ist und bleibt konstant. Es gibt jedoch Zeiten, in denen die Rolle des Königs, obwohl sie weiterhin durch die Ministerverantwortung abgedeckt ist, deutlicher wahrgenommen wird, beispielsweise bei der Regierungsbildung.

Die Präsidenten der Regierungen der Regionen und Gemeinschaften legen vor dem König ihren Amtseid ab. Er gewährt auch den Mitgliedern der Regierung und des Parlaments der Regionen und Gemeinschaften Audienzen.

Mit diesem königlichen Aufschrei, der die Stille erschüttert, hat König Philippe von Belgien die diplomatischen Konventionen durchbrochen und erklärt:

„Die Situation in Gaza ist eine Schande für die gesamte Menschheit.“
„Ich verurteile aufs Schärfste die schweren humanitären Missstände im Gazastreifen, wo unschuldige Menschen in ihren Enklaven gefangen sind und an Hunger und Bomben sterben.

Dies ist nicht nur eine diplomatische Aussage – es ist eine mutige moralische Haltung eines Monarchen, der sich für die Seite der Wahrheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit entschieden hat.

Diese königliche Erklärung könnte den Weg für internationale rechtliche und moralische Verantwortung ebnen. Sie ist ein Alarmsignal für alle, die – schweigend oder aktiv – an Völkermord und dem vorsätzlichen Aushungern der Zivilbevölkerung beteiligt sind.

Gestern verhörte die belgische Polizei zwei Angehörige der israelischen Armee, die an einem Musikfestival in Belgien teilnahmen. Ihnen wurden schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht im Gazastreifen vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Brüssel am Montag mit.

In einer Erklärung gegenüber Associated Press erklärte das israelische Außenministerium, ein israelischer Staatsbürger und ein israelischer Soldat, die sich im Urlaub in Belgien befanden, seien gestern zum Verhör festgenommen und kurz darauf wieder freigelassen worden. Die israelischen Behörden hätten sich mit der Angelegenheit befasst und stünden mit den beiden in Kontakt.

Nach dem humanitären Völkerrecht sind die Ereignisse in Gaza

Über die Autorin

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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