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Russland senkt die Mehrwertsteuer für Hotels auf null

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Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

IIn Russland wurde der Mehrwertsteuersatz für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe auf Null gesetzt. 

Der russische Präsident Putin, der eindeutig Sanktionen spürte, unterzeichnete diese Verordnung am 26. März in Kraft. Die Null-Mehrwertsteuer beginnt am 26. April 2022. Die derzeitige Mehrwertsteuer ist mit 20 % eine der höchsten in Europa.

Darüber hinaus erhalten russische Hotels gemäß dem Bundesgesetz Nr. 67-FZ einen Steueranreiz.

Für neue Einrichtungen und für Einrichtungen, die einer Renovierung unterzogen wurden, gilt der Mehrwertsteuer-Nullsatz für fünf Jahre ab dem Datum der Inbetriebnahme, erklärt die Bundesagentur für Tourismus.

Die Schonfrist für den Mehrwertsteuer-Nullsatz ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren festgelegt, da der Hotelbetrieb nach Expertenschätzungen in den ersten fünf Betriebsjahren die operative Gewinnschwelle erreichen kann.

Diese Maßnahme soll Russland für den Tourismus wettbewerbsfähiger machen. Es soll auch neue Investoren anziehen und eines der Hauptprobleme des russischen Tourismus lösen – einen akuten Mangel an modernen, hochwertigen Hotels.

Rostourism betont die Bedeutung der neuen Fördermaßnahme. Derzeit übersteigt die Gesamtsteuerlast 30 % der Einnahmen, während die Norm in der Tourismusbranche weniger als 10.5 % beträgt.

Ein Null-Mehrwertsteuersatz für Hotels gilt in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Singapur und einer Reihe anderer Länder. In China beträgt der Mehrwertsteuersatz für Hotels 9 %, in den EU-Ländern – durchschnittlich 7-8 %, in Thailand – 7 %.

Durch die Nullsetzung bzw. Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotels konnten diese Länder die Investitionstätigkeit im Tourismus deutlich intensivieren. Dadurch seien die Einnahmen der Tourismusbranche gestiegen, es seien neue Arbeitsplätze geschaffen worden und infolgedessen sei die Erhebung von Steuern aus dem Tourismussektor gestiegen. 

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Über den Autor

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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