Die Behörden von Bangladesch haben ein vollständiges Reiseverbot für die einzige korallenreiche Insel des Landes in Teknaf bei Cox’s Bazar für die Dauer von 270 Tagen mit Wirkung zum 1. Februar 2025 angekündigt.
Die Insel St. Martin hat schon seit langem mit verschiedenen tourismusbedingten Problemen zu kämpfen, darunter Überfüllung, grassierende Müllansammlung und die Zerstörung der Korallenriffe, was zu anhaltenden Forderungen nach verstärkten Umweltschutzmaßnahmen führt.
Zunächst wurde die Touristensaison in St. Martin, die normalerweise von Oktober bis März dauert, auf einen kürzeren Zeitraum von November bis Januar verkürzt.
Seit November 2024 sind Übernachtungen auf der Insel gänzlich verboten. Im Dezember 2024 und Januar 2025 gilt zudem eine Tagesbeschränkung von 2,000 Besuchern.
Schließlich wurde in diesem Monat vom Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel des Landes ein vollständiges Tourismusverbot für St. Martin erlassen. Touristenschiffe und Fähren durften ebenfalls nur bis zum 1. Februar nach St. Martin verkehren; danach durften keine Schiffe mehr auf die Insel.

Laut Angaben der Behörden wurde das vollständige Verbot verhängt, um das empfindliche Ökosystem der Insel zu schützen, das durch eine Reihe von Umweltproblemen bedroht ist.
Allerdings hat die Verhängung eines umfassenden Touristenverbots auch zu ernsten Bedenken hinsichtlich der langfristigen wirtschaftlichen Folgen für die Insel geführt und die wirtschaftlichen Aussichten der vom Tourismussektor abhängigen Bevölkerung erheblich verschlechtert.
Die Aussetzung des Tourismus hat bei den örtlichen Unternehmern, Hotelbesitzern und Tourismusakteuren, die größtenteils auf den wiederkehrenden Besucheransturm angewiesen sind, für Unruhe gesorgt.
Da der Ramadan im März beginnt, gilt der Februar als optimale Reisezeit für die Insel. Sollte der Tourismus in dieser Zeit zum Erliegen kommen, drohen den Einheimischen erhebliche finanzielle Einbußen.




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