Einführung
Frau Sprecherin, ich möchte dieses Hohe Haus über die Entwicklung der Tourismusindustrie Jamaikas, die Entwicklung unserer globalen Marketingstrategie und die Einführung unserer neue Local First Policy-Richtung – ein mutiger, selbst entwickelter Rahmen, der darauf abzielt, jeden Jamaikaner zum ersten Nutznießer unseres Tourismuserfolgs zu machen.
Der Tourismus hat sich erneut als Motor der wirtschaftlichen Dynamik Jamaikas erwiesen – er schafft Arbeitsplätze, zieht Investitionen an und verändert die Gemeinden auf der ganzen Insel. Doch während wir unsere globale Reichweite ausweiten, müssen wir unseren Fokus weiterhin auf die Heimat richten. Wachstum im Tourismus bedeutet Wachstum für Jamaika.
Dies ist nicht nur ein Wirtschaftsupdate, Frau Präsidentin. Es ist eine Bekräftigung unserer Mission, den Tourismus zu einer treibenden Kraft für den nationalen Wandel zu machen.
Globaler und regionaler Kontext
Frau Präsidentin, die globale Tourismuslandschaft erlebt eine robuste Erholung. Laut dem UN-Welttourismusbarometer reisten zwischen Januar und Juni 2025 über 690 Millionen Touristen ins Ausland – 33 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Reisende geben mehr Geld aus, bleiben länger und suchen nach sinnvollen, nachhaltigen und kulturell authentischen Erlebnissen.
In unserer Region begrüßte die Karibik im ersten Halbjahr 2025 mehr als 32 Millionen Besucher und übertraf damit das Niveau vor der Pandemie. Die Botschaft ist klar: Reisende aus aller Welt wenden sich wieder der Karibik zu, um das Beste an Gastfreundschaft, Kultur und Naturschönheit zu erleben – und Jamaika ist weiterhin führend.
Und während die Welt das Reisen wiederentdeckt, steht Jamaika bereit – nicht nur, um Besucher willkommen zu heißen, sondern um die Region in eine neue Ära nachhaltigen Wachstums zu führen.
Jamaikas Leistung und strategische Aussichten
Frau Präsidentin, die Entwicklung Jamaikas spiegelt diesen globalen Aufschwung wider. Wir prognostizieren für 2025 insgesamt 4.3 Millionen Besucher – ein Anstieg von 2.7 % gegenüber 2024 – und Einnahmen von 4.6 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 7.1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Für die kommende Wintersaison 2025/26 wird ein Anstieg der Zwischenstopp-Ankünfte um 6.9 %, der Kreuzfahrt-Ankünfte um 24.3 % und der Bruttoertrag um 8 % auf 1.7 Milliarden US-Dollar erwartet.
Mit dieser Entwicklung ist Jamaika auf dem besten Weg, unsere 5 x 5 x 5 Vision – fünf Millionen Besucher und 5 Milliarden US-Dollar Umsatz innerhalb von fünf Jahren – und wir richten nun unseren Blick auf die „5x8x10“-Strategie: acht Millionen Besucher und 10 Milliarden US-Dollar Einnahmen bis 2030.
Diese Vision spiegelt unser Vertrauen nicht nur in Zahlen, sondern auch in Menschen wider – in die Kreativität, Gastfreundschaft und Widerstandsfähigkeit, die die Marke Jamaica ausmachen.
Unser Marketingfokus geht über die traditionellen Märkte hinaus und erstreckt sich auf neue Gebiete in Lateinamerika, dem Nahen Osten und Asien. Unterstützt werden wir dabei durch verbesserte Lufttransporte, digitale Innovationen und strategische Partnerschaften, die dafür sorgen, dass Jamaika bei Reisenden aus aller Welt weiterhin im Gedächtnis bleibt.
Markthighlights
USA: Die USA bleiben mit fast 70 % der Ankünfte unser stärkster Quellmarkt. Trotz früherer Störungen im Zusammenhang mit dem US-Bundes-Shutdown ist die Nachfrage stabil geblieben. Laut dem Future Partners August Travel Trends Report wählen Amerikaner Reiseziele, die Transparenz, Sicherheit und Authentizität bieten – Grundpfeiler des Destination Assurance Frameworks Jamaikas, das ein erstklassiges, sicheres und reibungsloses Erlebnis garantiert.
Kanada: Wir expandieren aggressiv in den kanadischen Markt. In diesem Winter werden fünf neue Gateways und acht zusätzliche Flüge die Sitzplatzkapazität um 22 % erhöhen. Wir erwarten einen deutlichen Anstieg der Ankünfte, insbesondere aus Westkanada.
Großbritannien und Europa: Die Nachfrage aus Großbritannien und Europa ist weiterhin robust, angetrieben von Partnern wie Virgin Atlantic, British Airways und TUI. Wir vertiefen derzeit die europäische Anbindung durch Air Caraïbes und LIAT 2020 und schaffen neue Routen von Frankreich und der östlichen Karibik nach Jamaika.
Lateinamerika: Lateinamerika entwickelt sich zu unserem neuen Ziel. Im ersten Halbjahr 2025 begrüßten wir 30,806 Besucher – ein Plus von 77 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Sitzplatzkapazität ist um 74 % gestiegen und wird bis zum Winter 2025/26 um weitere 43 % steigen. Jamaika baut starke kommerzielle Partnerschaften mit Copa Airlines, LATAM und Avianca auf und erschließt so schnell wachsende Märkte wie Brasilien, Kolumbien, Chile und Ecuador.
Die Marktstrategie Jamaikas ist klar: vielfältige Reichweite, starke Partnerschaften und konsequente Zielsetzung.
Local First – Jamaikas neue politische Ausrichtung für inklusives Wachstum
Frau Präsidentin, Jamaika expandiert global. Daher müssen wir sicherstellen, dass die Vorteile des Tourismus vor Ort bleiben. Zu diesem Zweck führt das Tourismusministerium die „Local First Policy“ ein – eine neue Ausrichtung der Tourismusentwicklung, die auf dem außerordentlichen Erfolg des Tourism Linkages Network (TLN) aufbaut.
Seit über einem Jahrzehnt beweist TLN, dass Tourismus echte, messbare lokale Entwicklung vorantreiben kann. Programme wie „Christmas in July“, das jamaikanischen Produzenten einen Umsatz von über 200 Millionen J$ beschert hat, und die Online-Plattform Agri-Linkages Exchange (ALEX), die Hunderte von Landwirten direkt mit Hotels verbindet und bis Ende 2024 einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar erzielt hat, haben gezeigt, wie Tourismus die wirtschaftlichen Chancen vervielfachen kann. Die Gründung von Artisan Villages in Falmouth, innovative Gastronomieinitiativen und Wirtschaftsmessen haben gezeigt, wie Tourismus die Chancen in der gesamten Wirtschaft vervielfachen kann.
Aufbauend auf diesen Erfolgen Lokal zuerst Dieses Modell erhebt dieses Programm zu einem nationalen politischen Rahmen. Es verankert den Grundsatz, dass jamaikanische Landwirte, Handwerker, Hersteller, Transportunternehmen, Entertainer und Kleinstunternehmer die erste Möglichkeit haben müssen, Hotels, Attraktionen und Tourismusunternehmen zu beliefern.
Diese Politik steht im Einklang mit dem nationalen Entwicklungsplan „Vision 2030“ der Regierung und stellt sicher, dass das Wachstum integrativ, nachhaltig und in der lokalen Wirtschaft verankert ist. Denn der beste Maßstab für den Erfolg im Tourismus ist nicht die Zahl der Ankünfte, sondern die Zahl der verbesserten Lebensbedingungen.
Das Rahmenwerk führt messbare lokale Beschaffungsziele, Community Benefit Agreements (CBAs) in jedem Urlaubsgebiet und ein Linkages Data Network ein, das öffentlich protokolliert, wie viel von den Tourismuseinnahmen in Jamaika verbleibt. Local First stellt sicher, dass jede neue Investition in den Tourismus in Arbeitsplätze, Verträge und Chancen für die Jamaikaner mündet.
Governance und Umsetzung
Um diesen Prozess voranzutreiben, hat das Ministerium eine hochrangige Task Force zum Thema „Local First“ eingerichtet. Diese Task Force unter der Leitung von Tova Hamilton, Staatsministerin im Tourismusministerium, wird wichtige Tourismusagenturen – den Tourism Enhancement Fund (TEF), die Tourism Product Development Company (TPDCo), das Jamaica Tourist Board (JTB), das Jamaica Centre for Tourism Innovation (JCTI), Jamaica Vacations Limited (JAMVAC) und das Global Tourism Resilience and Crisis Management Centre (GTRCMC) – sowie wichtige Partner aus der gesamten Wirtschaft, darunter RADA, JAMPRO, JBDC, JMEA und lokale Stadtverwaltungen, zusammenbringen.
Dieser integrierte Ansatz stellt sicher, dass sich jede Agentur, von der Politik bis zum Produkt, in eine Richtung bewegt – Lokal zuerst.
Im Rahmen dieser Task Force wurden sechs technische Arbeitsgruppen eingerichtet – mit den Schwerpunkten Gastronomie, Gesundheit und Wellness, Sport und Unterhaltung, Einkaufen, Landwirtschaft und Fertigung –, die jeweils mit der Einbettung von Local First-Standards und der Überwachung der Leistung in ihren jeweiligen Teilsektoren beauftragt sind.
Diese Task Force wird mit Präzision und Dringlichkeit vorgehen, um ihrer Verpflichtung nachzukommen, die Tourismusunternehmen beliefernden KMU innerhalb eines für beide Seiten akzeptablen Zeitrahmens zu bezahlen, mehrere Vereinbarungen über gesellschaftliche Vorteile (Community Benefit Agreements, CBAs) abzuschließen und, was entscheidend ist, die regulatorische und steuerliche Struktur zu entwickeln, die die erfolgreiche Umsetzung der Local First-Initiativen ermöglicht.
Auf diese Weise verpflichten wir uns – und unsere Partner – sicherzustellen, dass das Wachstum des Tourismus den Menschen in Jamaika direkt zugute kommt.



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