Die aktualisierten Richtlinien – Version 49.0 der Fotostandards vom 8. Dezember 2025 – verschärfen die Durchsetzung der Aktualitätsrichtlinie, streichen eine Ausnahme für Kinderfotos und führen mehrere neue Verfahren für nicht konforme Einreichungen ein. Alle Änderungen treten 2026 für alle Anträge und Verlängerungen vollständig in Kraft.
Was hat sich im Dezember 2025 geändert?
Am 8. Dezember 2025 veröffentlichte das britische Passamt (HM Passport Office) die Version 49.0 seiner Fotostandards. Diese überarbeitet die Kriterien, nach denen Passprüfer Fotos bewerten, die mit Papieranträgen eingereicht oder von digitalen Anträgen ausgedruckt werden. Drei betriebliche Änderungen traten an diesem Tag in Kraft.
Erstens hat das britische Staatsbürgerschaftsamt (HMPO) die kurze Übergangsfrist abgeschafft, in der Papierfotos von Kindern mit einem weißen, grauen oder schwarzen Balken am unteren Rand noch akzeptiert werden konnten. Ab dem 8. Dezember 2025 werden solche Fotos unabhängig vom Alter des Antragstellers nicht mehr akzeptiert, sofern der Balken keinen Teil des Gesichts verdeckt. Zweitens sind die Prüfer nun angewiesen, Fälle an das Ausnahmebearbeitungsteam weiterzuleiten, wenn eindeutig ist, dass das Foto nicht innerhalb des letzten Monats aufgenommen wurde. Dies setzt die Einmonatsregel zur Aktualität des Fotos durch und formalisiert sie. Diese Regel war zwar bereits in früheren Richtlinien enthalten, stellt nun aber einen Eskalationsgrund dar und liegt nicht mehr im Ermessen des Beamten.
Drittens müssen Anträge auf Kinderpässe, bei denen die Hand oder der Arm eines Elternteils auf dem Foto sichtbar ist, an das Ausnahmebearbeitungsteam weitergeleitet werden, anstatt vom Prüfer entschieden zu werden.
Die Richtlinien enthielten außerdem ein neues internes Zuschneidewerkzeug im Digital Application System (DAS) der HMPO, mit dem die Mitarbeiter kleinere Anpassungen an eingescannten Papieranträgen vornehmen können, wodurch in einigen Fällen die Notwendigkeit entfällt, den Antragsteller zur erneuten Einreichung aufzufordern.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Nachfolgend sind die ab 2026 geltenden Regeln für alle britischen Passanträge zusammengefasst. Mit einem Sternchen (*) gekennzeichnete Punkte spiegeln Änderungen wider, die im Dezember 2025 mit dem Update eingeführt oder formell verschärft wurden.
| Regel | Anforderung |
| Aktualität des Fotos * | Die Prüfung muss innerhalb des letzten Monats nach Bewerbungsschluss abgelegt worden sein. |
| Bildbalken * | Kein weißer, grauer oder schwarzer Balken irgendwo auf dem Foto – auch nicht in Kinderanwendungen |
| Kinderfotos * | Im Bild ist keine Hand oder kein Arm eines Elternteils zu sehen. |
| Hintergrundfarbe | Schlichtes Creme, Elfenbein oder Hellgrau – nicht Reinweiß |
| gedrucktes Fotoformat | 45 mm hoch × 35 mm breit |
| Digitale Fotogröße | Mindestauflösung 600 × 750 Pixel; Dateigröße 50 KB–10 MB, JPEG-Format |
| Gesichtsmessung | Kinn bis Scheitel: 29–34 mm (gedruckt); entsprechendes Verhältnis für digitale |
| Ausdruck | Neutrale Haltung, Mund geschlossen, Augen geöffnet und vollständig sichtbar |
| Brillen | Nicht zulässig, es sei denn, es ist aus einem dokumentierten medizinischen Grund erforderlich. |
| Kopfbedeckungen | Nicht gestattet, es sei denn, das Tragen erfolgt aus religiösen oder medizinischen Gründen. |
| Schatten | Keine im Gesicht oder Hintergrund |
| Filter oder Retusche | Nicht erlaubt – das Foto darf nicht verändert werden. |
Erklärung der Ein-Monats-Fotoregel
Gemäß den aktuellen Richtlinien des britischen Passamts (HMPO) darf das Passfoto nicht älter als einen Monat vor dem Datum der Antragstellung sein. Dies gilt sowohl für Neuanträge als auch für Verlängerungen und für Antragsteller aller Altersgruppen.
Die praktische Konsequenz ist folgende: Ein Foto, das im Vorfeld eines Passantrags aufgenommen wurde – selbst wenn es alle anderen technischen Anforderungen erfüllt –, wird abgelehnt, wenn zwischen der Aufnahme und der Einreichung des Antrags beim britischen Passamt (HMPO) mehr als ein Monat vergangen ist. Antragsteller müssen für jeden Passantrag ein neues Foto verwenden und dürfen kein für einen anderen Zweck aufgenommenes Foto wiederverwenden, es sei denn, es wurde innerhalb des letzten Monats aufgenommen.
Die Überarbeitung im Dezember 2025 führte zu einer strengeren Durchsetzung dieser Regel. Während eine frühere Version der Richtlinie Sachbearbeitern bei Fotos, die älter als erwartet aussahen, einen gewissen Ermessensspielraum einräumte, schreibt die HMPO-Richtlinie nun vor, dass ein solches Foto an das Ausnahmebearbeitungsteam weitergeleitet werden muss, wenn es „eindeutig älter als der angegebene Monat“ ist. Diese Weiterleitung kann dazu führen, dass der Antragsteller aufgefordert wird, die Unterlagen erneut einzureichen, was die Bearbeitungszeit verlängert.
Dies unterscheidet sich deutlich von der entsprechenden Regelung in den USA, wo Passfotos akzeptiert werden, die innerhalb der letzten sechs Monate aufgenommen wurden. Britische Antragsteller – insbesondere diejenigen, die gerne im Voraus planen oder ihre Anträge in der Hauptsaison einreichen – sollten das Foto eher als letzten Schritt betrachten und nicht im Voraus organisieren.
Wer ist betroffen
Die Änderungen vom Dezember 2025 betreffen direkt vier Arten von Antragstellern.
Eltern, die einen Kinderpass beantragen, sind von zwei der drei Regeländerungen betroffen. Die Ausnahmeregelung, die bisher bei der Einreichung von Papierdokumenten für Kinder einen gewissen Spielraum erlaubte, wurde abgeschafft. Fotos, auf denen die Hand oder der Arm eines Elternteils zu sehen ist – was bei Fotos von Babys oder Kleinkindern fast immer der Fall ist –, führen nun automatisch zur Weiterleitung des Antrags und nicht mehr im Ermessen des Sachbearbeiters. Eltern sollten daher vor der Einreichung sicherstellen, dass sich die Hand eines Elternteils außerhalb des Bildausschnitts befindet.
Antragsteller, die das Papierformular verwenden, sind der Änderung der Regelung zum Verbot von Fotos stärker ausgesetzt als diejenigen, die sich online bewerben, da physische Fotos beim Digitalisieren durch das Digital Application Processing (DAP)-System von HMPO Scanartefakte aufweisen können.
Wer seine Fotos im Voraus organisiert, riskiert, die einmonatige Frist für die Aktualität der Unterlagen zu verpassen, falls es zwischen dem Fotografieren und der Einreichung des Antrags zu einer Verzögerung kommt. Dies ist insbesondere in der Hauptsaison – Ostern und Sommer – ein Risiko, da Antragsteller dann oft schon Wochen vor der geplanten Einreichung mit dem Zusammentragen der Unterlagen beginnen.
Wer seine Einreisegenehmigung vor der Einführung des EU-Ein-/Ausreisesystems frühzeitig verlängert, sollte die Regelung zur Aktualität sorgfältig beachten. EESEin neues digitales Grenzkontrollsystem, das die Passstempelung an den Grenzen des Schengen-Raums ersetzen soll, wird voraussichtlich bis zum 10. April 2026 an allen Schengen-Außengrenzen eingeführt. Dies dürfte in Großbritannien einen sprunghaften Anstieg der Anträge auf Passverlängerung zur Folge haben. Ein heute aufgenommenes Foto könnte daher außerhalb des zulässigen Zeitraums liegen, wenn ein vielbeschäftigter Antragsteller die Antragsphase erreicht.
Weiter gefasster Kontext: Eine Verschärfung der Standards
Die Überarbeitung vom Dezember 2025 steht nicht für sich allein. Sie steht im Einklang mit einer umfassenden internationalen Verschärfung der biometrischen Standards für Reisedokumente, angeführt von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), dem UN-Gremium, das die globalen Erwartungen an Pass- und Grenzkontrolldokumente festlegt.
Die ICAO steuert die Umstellung von ihrem aktuellen biometrischen Kodierungsstandard – ISO/IEC 19794:2005 – auf das höherwertige Format ISO/IEC 39794. Dieses unterstützt größere Gesichtsbilder und umfangreichere Metadaten für automatisierte Grenzkontrollsysteme. Ab dem 1. Januar 2026 müssen alle weltweit zur Passkontrolle eingesetzten Geräte das neue Format lesen können. Für die Passausstellung gilt eine Übergangsfrist bis 2030. Für Antragsteller bedeutet dies, dass die eingereichten Fotos künftig mit immer strengeren Gesichtserkennungsstandards an den Grenzen abgeglichen werden – die Einhaltung der technischen Vorgaben wird daher wichtiger sein als in den Vorjahren.
Die britische Regierung ermutigt Antragsteller außerdem zur digitalen Antragstellung. Online-Anträge kosten 94.50 £, im Vergleich zu 107 £ für Papieranträge nach der Gebührenerhöhung im April 2025. Digitale Fotos werden nun automatisiert auf Einhaltung der Vorschriften geprüft, anstatt manuell von Sachbearbeitern begutachtet zu werden. Dies ermöglicht eine frühere Fehlererkennung, führt aber auch dazu, dass Grenzfälle, die früher problemlos bestanden worden wären, häufiger erkannt werden.
Die Ablehnung von Fotos ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen bei britischen Passanträgen. Laut Angaben des britischen Passamts (HMPO) ist etwa jeder fünfte Online-Antrag von einem Fotoproblem betroffen. Die verschärften Kontrollen durch die Sachbearbeiter sind teilweise eine Reaktion auf dieses anhaltende Problem.
So erfüllen Sie die Anforderungen: Was Bewerber jetzt tun sollten

Die aktuellen Fotovorgaben der britischen Post (HMPO) sind unkompliziert zu erfüllen, wenn Sie das Foto als letzten Schritt Ihres Antrags betrachten und nicht erst Wochen im Voraus organisieren. Die folgende Checkliste berücksichtigt die geltenden Bestimmungen.
- Das Foto wird zuletzt gemacht. Fotografieren Sie nicht Wochen im Voraus. Das Foto muss innerhalb eines Monats nach Einreichung des Antrags aufgenommen werden – vereinbaren Sie den Termin so nah wie möglich am Einreichungsdatum.
- Verwenden Sie einen schlichten cremefarbenen, elfenbeinfarbenen oder hellgrauen Hintergrund. Ein weißer Hintergrund ist nicht zulässig und ist ein häufiger Ablehnungsgrund.
- Sorgen Sie für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Es sollten keine Schatten im Gesicht oder hinter dem Kopf zu sehen sein. Beim Fotografieren zu Hause ist natürliches Licht durch ein Fenster – ohne direkte Sonneneinstrahlung – zuverlässig.
- Brille abnehmen. Brillen sind nicht erlaubt, es sei denn, es liegt eine ärztlich nachgewiesene Notwendigkeit vor.
- Prüfen Sie den Rahmen sorgfältig auf Kinderfotos. Die Hand, der Arm oder ein anderer Gegenstand der Eltern sollte nicht sichtbar sein. Babys können auf dem Rücken auf einer hellen, einfarbigen Unterlage platziert werden; eine Aufnahme von oben ist bei Bedarf ebenfalls möglich.
- Keine Filter, Beauty-Effekte oder digitale Retusche. Das Foto muss ein unverändertes Abbild darstellen.
- Prüfen Sie die Anforderungen an digitale Dateien. Online-Einreichungen müssen im JPEG-Format vorliegen, mindestens 600 × 750 Pixel groß sein und zwischen 50 KB und 10 MB umfassen. Nutzen Sie den offiziellen Foto-Check auf GOV.UK, um die Einhaltung der Vorgaben vor dem Einreichen zu überprüfen.
Da die Anforderungen immer strenger werden, ist die Nachfrage nach konformen Fotodienstleistungen gestiegen. Dienstleistungen wie beispielsweise PhotoGov automatisch prüfen Britisches Passfoto Einreichungen, die den HMPO-Standards entsprechen, können dazu beitragen, das Risiko einer Ablehnung aufgrund nicht konformer Fotos der Wohnung zu verringern.
Offizielle Ressourcen
Alle aktuellen Anforderungen des britischen Passamts (HMPO) an das Passfoto für britische Passantragsteller sind auf dem offiziellen Regierungsportal veröffentlicht. Antragsteller sollten diese Quellen direkt konsultieren, bevor sie ihren Antrag einreichen.
- Britische Passfoto-Regeln (öffentliche Hinweise): www.gov.uk/photos-for-passports
- Beantragen oder verlängern Sie einen britischen Reisepass: www.gov.uk/apply-renew-passport




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