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Junge thailändisch-muslimische Kreative gestalten Thailands Tourismus-Erzählung durch preisgekrönte Videos neu

Junger Frieden
Geschrieben von Imtiaz Muqbil

Drei preisgekrönte Videos junger thailändischer Muslime verändern das Image Thailands als muslimfreundliches Reiseziel. Ausgezeichnet von der Außenministerium ThailandDie Filme heben die Zugänglichkeit von Halal-Produkten, die kulturelle Harmonie und das Geschichtenerzählen aus der Basis hervor – und bieten damit wirkungsvolle, authentische Marketinginstrumente, um muslimische Reisende aus der gesamten ASEAN-Region und der globalen islamischen Welt anzulocken.

In einer stillen, aber wirkungsvollen Veränderung der thailändischen Tourismuskommunikation gelingt es drei von jungen thailändischen Muslimen erstellten Kurzvideos, das zu erreichen, womit Kampagnen im Wert von mehreren Millionen Baht oft zu kämpfen haben: die globale Wahrnehmung authentisch zu verändern.

Diese vom thailändischen Außenministerium ausgezeichneten Arbeiten sind mehr als nur studentische Projekte. Sie sind strategische Instrumente des Storytellings – gestaltet mit kulturellem Feingefühl, emotionaler Intelligenz und filmischem Gespür –, die Thailand als einladendes Reiseziel für muslimische Reisende aus aller Welt positionieren.

Eine von Jugendlichen geprägte Vision der Inklusion

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Junge thailändisch-muslimische Kreative gestalten Thailands Tourismus-Erzählung durch preisgekrönte Videos neu

Bei der Preisverleihung bezeichnete Herr Panidone Pachimsawat, amtierender Generaldirektor der Informationsabteilung des Außenministeriums, die Initiative als Plattform für jugendlichen Ausdruck mit globaler Wirkung.

„Dieses Wettbewerbsprojekt bietet thailändischen Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Kreativität auszudrücken… und ein besseres Verständnis für Thailand als multikulturelle Gesellschaft zu fördern, die friedliches Zusammenleben schätzt“, sagte er.

Von 97 Einsendungen thailändisch-muslimischer Jugendlicher im Alter von 15 bis 22 Jahren stachen drei besonders hervor – nicht nur wegen ihrer technischen Brillanz, sondern auch wegen ihrer Fähigkeit, eine tiefere Wahrheit zu vermitteln: dass die thailändische und die muslimische Identität nicht nur vereinbar sind, sondern sich gegenseitig bereichern.


Die Gewinnergeschichten

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Junge thailändisch-muslimische Kreative gestalten Thailands Tourismus-Erzählung durch preisgekrönte Videos neu

Erster Preis: Halal im Alltag, überall

Ein Team der Prince of Songkla University – bestehend aus Frau Fahmee Sani, Frau Puteri Man-aree und Frau Asma Hayeedaoh – errang die höchste Auszeichnung und 30,000 Baht.

Ihr Video führt die Zuschauer durch ein lebendiges Halal-Ökosystem: von Straßenimbissständen bis zu Supermärkten, von zertifizierten Produkten bis zu muslimfreundlichen Spa-Angeboten. Die Botschaft ist klar und praxisnah: Thailand ist nicht nur gastfreundlich, sondern auch nahtlos an den muslimischen Lebensstil angepasst.


Zweitplatzierter: Südstaaten-Klischees aufbrechen

Studenten der Yala Rajabhat Universität lieferten eine eindrucksvolle Gegendarstellung zu den seit langem bestehenden medialen Darstellungen der südlichen Provinzen Thailands.

Ihr Film hebt gemeinsame buddhistisch-islamische Traditionen und alltägliche Harmonie hervor und stellt damit gängige Vorstellungen von Konflikt und Instabilität in Frage. Er präsentiert den Süden nicht als Risikozone, sondern als lebendiges Beispiel für friedliches Zusammenleben.


Zweiter Platz: Harmonie im Norden

Der Beitrag von Herrn Nifaldi Haji Shamsudeen von der Universität Chiang Mai erweitert die Erzählung geografisch.

Das in Chiang Mai gedrehte Video unterstreicht, dass kulturelle Harmonie nicht auf den Süden oder Bangkok beschränkt ist – sie ist ein landesweites Merkmal, das in der thailändischen Gesellschaft verankert ist.


Über das Tourismusmarketing hinaus

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Junge thailändisch-muslimische Kreative gestalten Thailands Tourismus-Erzählung durch preisgekrönte Videos neu

Diese Videos erscheinen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Da Thailand nach geopolitischen Veränderungen wie der Golfkrise seine Tourismusstrategie neu ausrichtet, ist Diversifizierung von zentraler Bedeutung. Der globale muslimische Reisemarkt – verteilt auf ASEAN, den Nahen Osten und die Diaspora – bietet genau diese Chance.

Doch die Bedeutung dieser Initiative reicht noch tiefer.

Eine neue Definition von Nachhaltigkeit

Im thailändischen Tourismusdiskurs wurde lange Zeit die ökologische Nachhaltigkeit betont. Wie die Bemerkungen von Herrn Panidone jedoch nahelegen, ist kulturelle Nachhaltigkeit ebenso wichtig.

Reiseziele werden nicht nur nach sauberen Stränden und Wäldern beurteilt, sondern auch nach sozialem Frieden. Umweltzerstörung schreckt Besucher ebenso ab wie die Wahrnehmung von Konflikten.

Diese von Jugendlichen produzierten Filme schließen diese Lücke auf subtile, aber wirkungsvolle Weise – sie positionieren Thailand als sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig.


Auswirkungen auf mehreren Ebenen

Kommerziell:
Die Videos sind sofort einsatzbereite Marketinginstrumente für Reisebüros, Exporteure und Investoren, die muslimische Märkte ansprechen. Da Organisationen wie der Verband thailändischer Reisebüros ihre Aktivitäten auf Länder wie Indonesien ausweiten, bieten diese Videos kulturell relevante Marketinginstrumente.

Soziokulturell:
Sie stärken die Identität und das Zugehörigkeitsgefühl junger thailändischer Muslime – von denen viele bereits in Sektoren wie dem Gesundheitswesen, dem Gastgewerbe und dem Einzelhandel tätig sind, die Besucher aus dem Nahen Osten bedienen.

Global:
Die Initiative steht im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, insbesondere mit Ziel 16 zu friedlichen und inklusiven Gesellschaften. Sie spiegelt auch die Mission der UN-Allianz der Zivilisationen wider.

Regional:
Innerhalb der ASEAN unterstreicht das Projekt Thailands Ansatz zum Multikulturalismus – es bietet einen stillen, aber deutlichen Kontrast zu den regionalen Spannungen und bekräftigt die Ideale der Integration.


Ein stiller Wendepunkt

Das Ministerium plant, die Gewinnerbeiträge über seine Kommunikationskanäle zu verbreiten, wobei das Gewinnerteam mit einem prominenten Influencer zusammenarbeitet, um eine größere Reichweite zu erzielen.

Doch dies als „nur eine weitere Preisverleihung“ zu bezeichnen, würde den Kern der Sache verfehlen.

Diese Initiative markiert einen Wandel – von zentralisierter Markenbildung hin zu authentischen Geschichten aus der Bevölkerung, von perfekt inszenierten Kampagnen hin zu gelebten Realitäten. Sie zeigt, dass die eindringlichsten Erzählungen oft nicht von Prominenten, sondern von Bürgerinnen und Bürgern selbst stammen.

In einer von Spaltung und „Polykrisen“ geprägten Ära bieten diese jungen Kreativen etwas Seltenes: eine Vision des Zusammenlebens, die sich nicht erstrebenswert, sondern real anfühlt.

Und damit haben sie Thailand möglicherweise eines seiner wertvollsten touristischen Güter überhaupt beschert.

Über die Autorin

Imtiaz Muqbil

Imtiaz Muqbil,
Chefredakteur
Travel Impact Newswire

Seit 1981 berichte ich als Journalist aus Bangkok über die Reise- und Tourismusbranche. Aktuell bin ich Herausgeber und Verleger von Travel Impact Newswire, der wohl einzigen Reisepublikation, die alternative Perspektiven bietet und gängige Ansichten hinterfragt. Ich habe alle Länder im asiatisch-pazifischen Raum bereist, mit Ausnahme von Nordkorea und Afghanistan. Reisen und Tourismus sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte dieses großen Kontinents, doch die Menschen in Asien sind noch weit davon entfernt, die Bedeutung und den Wert ihres reichen kulturellen und natürlichen Erbes zu erkennen.

Als eine der dienstältesten Reisejournalistinnen in Asien habe ich die Branche durch viele Krisen begleitet – von Naturkatastrophen über geopolitische Umbrüche bis hin zu Wirtschaftskrisen. Mein Ziel ist es, die Branche dazu zu bringen, aus der Geschichte und ihren Fehlern zu lernen. Es ist wirklich erschreckend zu sehen, wie die sogenannten „Visionäre, Zukunftsforscher und Vordenker“ an denselben alten, kurzsichtigen Lösungen festhalten, die die eigentlichen Ursachen der Krisen nicht angehen.

Imtiaz Muqbil
Chefredakteur
Travel Impact Newswire

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