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Neue High-Tech-ETA für die Abwicklung der australischen Einwanderung eingeführt

Neue Hightech-ETA
Geschrieben von Jürgen T Steinmetz

Australien ist derzeit für die meisten ausländischen Besucher gesperrt, aber sobald die Wiedereröffnung erfolgt, kann sich eine neue App zur Erleichterung der Vorabfreigabe von Besuchern des als Down Under bekannten Landes auf eine neue APP verlassen, um diesen erforderlichen Schritt zur Einreise in das Land zu erleichtern.

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  1. Die australische ETA-App ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit unter Beteiligung von Experten des australischen Innenministeriums, SITA und der Arq Group.
  2. Die App wurde in Sydney entworfen und entwickelt und ermöglicht es berechtigten Nationalitäten, innerhalb weniger Minuten von ihren Mobilgeräten sicher eine ETA zu beantragen.
  3. Durch die Verwendung verbesserter Technologien zum automatischen Ausfüllen von Daten aus dem Reisepass eines Antragstellers und Erfassen seiner biometrischen Daten erhöht dieser hochsichere Self-Service-Prozess nicht nur die Genauigkeit und den Reichtum der Daten, sondern verbessert auch die Benutzererfahrung erheblich.  

SITA leistete Pionierarbeit bei einem ETA-System für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney, um den Behörden einen Einblick in die Millionen von Besuchern zu geben, die die Grenze überqueren wollen, und um Engpässe an australischen Botschaften und Einwanderungskontrollpunkten zu reduzieren. Die ETA hat sich seit ihrer Einführung bewährt und ist wegweisend für die Etablierung elektronischer Visa als Standardkanal für einfache Visaarten (zB Visa on Arrival) durch Einwanderungsbehörden weltweit.

Australien bleibt ein beliebtes Reiseziel und die ETA APP wird ihre Wirksamkeit zeigen nach der aktuellen COVID-Krise und der Wiedereröffnung des Landes an Reisende.

Nach über 20 Jahren massiver technologischer Veränderungen war es an der Zeit, die ETA über die australische ETA-App neu zu erfinden. Neue Technologien und neue Paradigmen schaffen sich ändernde Erwartungen der Gemeinschaft an Zugang, Erfahrung und Service, insbesondere wenn Innovation der Motor für den Wandel ist.

Die Entdeckungs- und Forschungsphase des Projekts beinhaltete das Verständnis der Persönlichkeit und der wichtigsten Bedürfnisse der Reisenden. Es konzentrierte sich darauf, ein tiefes Verständnis der Anforderungen und Erwartungen von Bewerbern, Unternehmen und Reisebranchen zu erlangen, um die End-to-End-User Journey für den zukünftigen Zustand zu definieren.

Bei der Entwicklung einer zeitgemäßen Lösung mit fortschrittlichen Technologien war dem Team die Notwendigkeit bewusst, ein intuitives und sicheres Produkt zu präsentieren und gleichzeitig die komplexen Funktionen in Bezug auf Datenerfassung, Validierung, automatische Befüllung und vor allem Identitätsprüfung bereitzustellen. Wir führten umfassende technische, Integrations- und Benutzertests durch, um sicherzustellen, dass die Lösung bereit war und die Benutzerorientierung im Mittelpunkt des Designs stand. Eine Abstraktionsschicht kapselt alle Technologien von Drittanbietern und macht die App so zukunftssicher und relativ einfach, dass die aktuellen Technologien in Zukunft durch neue und bessere ersetzt werden können.

Das System ist geräteübergreifend verfügbar. Um diesen Fokus auf die Benutzererfahrung zu legen, musste die App eine bequeme und unkomplizierte Möglichkeit bieten, ein australisches Visum geräteübergreifend sowohl auf iOS- als auch auf Android-Plattformen zu erhalten.

Wie funktioniert die App? 

Die App nutzt mobile Technologien (Optical Character Recognition (OCR) und Near Field Communication (NFC)), um kritische Pass- und Identitätsinformationen direkt aus dem Pass zu erfassen und vorab auszufüllen. Die genaue Erfassung wichtiger Antragsdaten direkt von einer vertrauenswürdigen Quelle vermeidet Dateneingabefehler und Inkonsistenzen, die sich auf die Visabearbeitung auswirken.

Die App authentifiziert und validiert elektronische Reisepässe über die NFC-Fähigkeit des Smartphones am Ort der Anwendung und nicht an den physischen Grenzen. Der Zugriff auf den Passchip erfolgt durch das Lesen der gedruckten Machine Readable Zone (MRZ) auf der Innenseite eines Passes mittels OCR und die Ableitung eines Schlüssels. Dieser Schlüssel ermöglicht den Zugriff auf den Chip und die Authentifizierung mit den digitalen Zertifikaten im Chip, um sicherzustellen, dass der Reisepass echt ist und der Chip nicht kompromittiert wurde. Nach der Authentifizierung des Chips werden die Daten auf dem Chip – bestehend aus Reisedokument, Identitätsdaten und einem digitalen Bild des Passinhabers – ausgelesen. Es wird dann mit einer Selfie-Bildaufnahme verglichen, bevor fortgefahren wird.

Der Selfie-Bilderfassungsprozess führt komplexe Lebendigkeits- und Anti-Spoofing-Prüfungen anhand mehrerer Gesichtsrisikoprofile durch, was die Identitätsprüfung des Antragstellers stärkt. Diese wichtigen Sicherheitschecks werden von der App nahtlos in Echtzeit durchgeführt, ohne den Antragsteller zu belästigen.

OCR, NFC, Selfie-Bild und komplexe Lebendigkeit und Anti-Spoofing-Checks sind auf neuartige Weise in die App integriert, was unserer Meinung nach eine internationale Premiere ist.

Reisende vertrauen der App eines ihrer wertvollsten Vermögenswerte an – ihre Daten. Wie sind Sie bei der Entwicklung auf Datenschutzbedenken eingegangen?

Wir haben während der gesamten App-Entwicklung einen Privacy-by-Design-Ansatz verwendet, beginnend mit einer Datenschutzfolgenabschätzung, um sicherzustellen, dass alle Anweisungen, Datenverarbeitung und -speicherung den strengen Datenschutzanforderungen der australischen Regierung entsprechen. 

Alle persönlichen Daten werden in einem sicheren Wallet auf dem Gerät des Benutzers gespeichert. Es werden keine Daten an andere Interessengruppen weitergegeben, mit Ausnahme des Innenministeriums, das die Informationen zur Bearbeitung der ETA-Anträge benötigt. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind in der App eindeutig festgelegt, damit der Benutzer sie akzeptieren kann, bevor er fortfährt. Darin wird erläutert, wie Daten sicher aufbewahrt, verwendet und geschützt werden, wenn sie an das Innenministerium übermittelt werden.

Zur weiteren Wahrung der Privatsphäre können Bewerber ihre persönlichen Angaben und frühere Bewerbungen jederzeit aus der App löschen. Darüber hinaus speichern alle von Reisebüros registrierten Geräte, die sich auch im Namen von Antragstellern bewerben können, nach Einreichung des Antrags keine Bewerber- oder Antragsdaten auf ihrem Gerät. 

Die App verwendet sicheren lokalen Speicher und starke Authentifizierungsprotokolle. Die gesamte Kommunikation zwischen dem Gerät und den Backend-Systemen ist verschlüsselt, was den ultimativen Schutz und die Kontrolle über die Benutzerdaten gewährleistet.

Wie war das Feedback bisher? 

Von Anfang an stand im Experience-Design-Prozess die Benutzerfreundlichkeit für den Bewerber mit einer reibungslosen und intuitiven Benutzererfahrung sowohl auf iOS- als auch auf Android-Plattformen im Vordergrund. Die resultierende Anwendung wurde gut angenommen, wobei mehrere Benutzer die Benutzerfreundlichkeit und den Komfort ergänzen.

Kontinuierliches Monitoring, Verhaltensanalysen und Benutzerfeedback sind Teil der Lösungsmethodik. Die Möglichkeit, die App schnell zu aktualisieren, hat Verbesserungen ermöglicht, die das Lesen verschiedener Arten von Reisepässen erleichtern, den Bearbeitungsstatus unterstützen und die Animationen für Anleitungen verbessern. 

Wertvolles Feedback von Bewerbern über die App Stores und die Kontaktfunktion der App hat einige der Änderungen und Verbesserungen, die seit dem Start des Pilotprojekts implementiert wurden, vorangetrieben und dadurch die App weiter gestärkt.

Das Engagement globaler Benutzergruppen zum Testen verschiedener Geräte und zum Sammeln von Informationen zur Benutzererfahrung stellte sicher, dass die App in heterogenen Geräteumgebungen und elektronischen Reisepassvarianten funktioniert. Seit der Bereitstellung der App im Oktober 2020 hat sie bereits Tausenden von Menschen während der Pandemie die Reise nach Australien erleichtert.

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Über den Autor

Jürgen T Steinmetz

Jürgen Thomas Steinmetz ist seit seiner Jugend in Deutschland (1977) kontinuierlich in der Reise- und Tourismusbranche tätig.
Er gründete eTurboNews 1999 als erster Online-Newsletter für die weltweite Reisetourismusbranche.

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